Show Less

Verzicht, Vergleich und sonstige Haftungsbeschränkungen im Gesellschaftsrecht

Series:

Martin Wigand

Diese Arbeit befasst sich mit Inhalt, Wirkung und Reichweite von Maßnahmen zur Haftungsbefreiung der Unternehmensleitung einer GmbH oder AG in der Insolvenz der Gesellschaft. Nach einer einleitenden Darstellung des Haftungsmodells der Organhaftung werden die einzelnen Enthaftungsinstrumente umfassend dargestellt und auf ihre Wirkung und Reichweite in der Insolvenz der Gesellschaft untersucht. Stets begleitendes Thema und einer der Schwerpunkte der Untersuchung ist die Insolvenzanfechtung von Enthaftungsmaßnahmen durch den späteren Insolvenzverwalter über das Vermögen der Gesellschaft. Dabei behält die Arbeit trotz wissenschaftlicher Tiefe den Praxisbezug stets im Auge; ihre Ergebnisse sind daher sowohl in der Rechtswissenschaft als auch in der Praxis verwendbar. Den Abschluss bildet eine kompakte und rechtsformübergreifende Zusammenfassung zur Haftungsbefreiung der Unternehmensleitung in der Insolvenz der Kapitalgesellschaft.

Prices

See more price optionsHide price options
Show Summary Details
Restricted access

1. Teil: Haftungsbeschränkungen bei der GmbH

Extract

1. Abschnitt Das Haftungsmodell der GmbH Zentrale Elemente des Haftungsmodells der GmbH stellen zunächst zum einen die besagte ausschließliche Haftung des Gesellschaftsvermögens einer GmbH für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft nach § 13 Abs. 2 GmbHG und zum anderen das in § 5 Abs. 1 GmbHG verbriefte Stammkapital der Gesellschaft in Höhe von min- destens 25.000,- € dar, worauf die Gläubiger der Gesellschaft zugreifen können. Daraus und aus der eigenen Rechtspersönlichkeit der GmbH resultiert das Tren- nungsprinzip zwischen der Gesellschaft und ihren Organen sowohl in personen- als auch vermögensrechtlicher Hinsicht mit der Folge einer nur beschränkten Haftung der Gesellschafter. Für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft haftet also grund- sätzlich nur das Gesellschaftsvermögen selbst.29 Eine Haftung der Organe entsteht demnach nur dann, wenn ein gesetzlich angeordneter oder rechtsgeschäftlich ver- einbarter Verpflichtungsgrund eingreift und als Rechtsfolge die Ersatzpflicht aus- löst.30 Rechtsquellen für die Organhaftung gibt es hierbei viele. Ausgangspunkt für eine organschaftliche Haftung des Geschäftsführers ist des- sen Recht sowie dessen Pflicht zur Geschäftsführung und Vertretung der GmbH, wie es sich aus dem Wortlaut und der Systematik der §§ 35 ff. GmbHG ergibt. Er unterliegt bei der Ausübung dieser Tätigkeit zahlreichen Pflichten, die aus einer Vielzahl an gesetzlichen Vorschriften resultieren. Die zentrale Norm für die vom Geschäftsführer bei Ausübung seiner Organstellung zu beachtenden Sorgfalts- pflichten ist hierbei die Vorschrift des § 43 Abs. 1 GmbHG, nach welcher die Ge- schäftsf...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.