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Verzicht, Vergleich und sonstige Haftungsbeschränkungen im Gesellschaftsrecht

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Martin Wigand

Diese Arbeit befasst sich mit Inhalt, Wirkung und Reichweite von Maßnahmen zur Haftungsbefreiung der Unternehmensleitung einer GmbH oder AG in der Insolvenz der Gesellschaft. Nach einer einleitenden Darstellung des Haftungsmodells der Organhaftung werden die einzelnen Enthaftungsinstrumente umfassend dargestellt und auf ihre Wirkung und Reichweite in der Insolvenz der Gesellschaft untersucht. Stets begleitendes Thema und einer der Schwerpunkte der Untersuchung ist die Insolvenzanfechtung von Enthaftungsmaßnahmen durch den späteren Insolvenzverwalter über das Vermögen der Gesellschaft. Dabei behält die Arbeit trotz wissenschaftlicher Tiefe den Praxisbezug stets im Auge; ihre Ergebnisse sind daher sowohl in der Rechtswissenschaft als auch in der Praxis verwendbar. Den Abschluss bildet eine kompakte und rechtsformübergreifende Zusammenfassung zur Haftungsbefreiung der Unternehmensleitung in der Insolvenz der Kapitalgesellschaft.

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3. Teil: Rechtsformübergreifende Zusammenfassung

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402 3. Teil: Rechtsformübergreifende Zusammen- fassung In diesem Teil der Untersuchung sollen die in den ersten beiden Teilen für die GmbH und die AG dargelegten Ergebnisse hinsichtlich einer Befreiung der Ge- schäftsführung einer GmbH und des Vorstands einer AG von der Organhaftung rechtsformübergreifend zusammengefasst werden. Es folgt daher eine gemeinsame Darstellung der Möglichkeiten einer Enthaf- tung der Unternehmensleitung für die GmbH und für die AG, wobei die Gemein- samkeiten und die jeweiligen Unterschiede im Recht der GmbH und im Aktien- recht aufgezeigt werden sollen. Ausgangspunkt ist hierbei die Organhaftung der Unternehmensleitung, die sich im Recht der GmbH aus der zentralen Haftungsnorm des § 43 Abs. 2 GmbHG und im Aktienrecht aus der ebenso zentralen Haftungsvorschrift des § 93 Abs. 2 AktG ergibt. Die Grundlage für die Entstehung eines Ersatzanspruchs aus der Organhaf- tung ist dabei jeweils eine schuldhafte Verletzung der sich aus § 43 Abs. 1 GmbHG und aus § 93 Abs. 1 S. 1 AktG ergebenden Sorgfalt eines ordentlichen Geschäfts- mannes bzw. Geschäftsleiters und ein kausal hierauf basierender Schaden im Ver- mögen der Gesellschaft. Daneben haftet die Unternehmensleitung verschärft für einen Verstoß gegen die Grundsätze der Kapitalerhaltung aus § 43 Abs. 3 GmbHG und aus § 93 Abs. 3 AktG mit jeweils eingeschränkten Enthaftungsmöglichkeiten gegenüber der Haftung aus dem jeweiligen Generaltatbestand. Es treten letztlich weitere, sich aus dem GmbHG und dem AktG ergebende Tatbestände der Organ- haftung hinzu, die unter weitgehend gleichen Voraussetzungen, nämlich ebenfalls...

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