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Das Lastenheft

Die Leistungsbeschreibung in Softwareerstellungsprojekten

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Moritz Zoglmann

Die Arbeit befasst sich mit den wesentlichen Rechtsfragen, die sich im Zusammenhang mit der Leistungsbeschreibung in Softwareerstellungsprojekten ergeben können. Der Autor beleuchtet insbesondere die Konstellationen, in denen es an einer vertraglichen Regelung fehlt und daher auf die gesetzlichen Regelungen sowie auf allgemeine Rechtsgrundsätze zurückzugreifen ist. Im Rahmen der Untersuchung setzt sich der Autor dabei intensiv mit der zum jeweiligen Problemfeld ergangenen Rechtsprechung auseinander. Er gelangt zu dem Ergebnis, dass viele Urteilsbegründungen aus dogmatischer Sicht kritikwürdig sind und zeigt alternative Lösungswege auf.

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C. Lasten- und Pflichtenheft: Terminologie

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Nach den obigen Ausführungen beschreibt das Lastenheft die fachlichen Anfor- derungen und Funktionen (Leistungsmerkmale) des Auftraggebers. Im Pflich- tenheft wird beschrieben, wie die Leistungsmerkmale DV-technisch umgesetzt werden sollen. Eine allgemein gültige Definition dieser Begriffe gibt es jedoch nicht. Dies kann zu Verständigungsproblemen zwischen den Beteiligten führen. Sowohl in der Informatik als auch in der juristischen Literatur und der Recht- sprechung werden die Begrifflichkeiten zum Teil synonym84, zum Teil mit un- terschiedlicher Bedeutung verwendet. Gleiches gilt für Begrifflichkeiten wie Leistungsbeschreibung,85 Anforderungsprofil,86 (fachliches) Feinkonzept,87 Pro- duktbeschreibung88 oder Fachkonzept.89 Oft fehlt es an einer exakten Abgren- zung der Begriffe zueinander. Die nachfolgenden Ausführungen sollen über die Verwendung der verschiedenen Begriffe Aufschluss geben. I. Begriffe in der Informatik In der Informatik werden die Begriffe Lasten- und Pflichtenheft weitgehend in der bereits dargestellten Bedeutung verwendet: 1. Lastenheft Der Begriff „Lastenheft“ wird in mehreren Normen definiert. Die VDI 2519 (Verband Deutscher Ingenieure) beschreibt ihn folgendermaßen: „Im Lastenheft sind alle Anforderungen aus Anwendersicht einschließlich aller Randbedingungen zu beschreiben. Sie sollen quantifizierbar und prüfbar sein. Im Lastenheft wird definiert, ,Was und Wofür‘ zu lösen ist.“90 Der DIN 66905 zufolge ist das Lastenheft die „Gesamtheit der Forderungen an die Lieferungen und Leistungen eines Auftrag- nehmers.“91 84 Z.B. Marly, Praxishandbuch Softwarerecht, Rn. 1304. 85 Schaub, CR 1993, 329, 330; EVB-IT System. 86 OLG Köln v. 25.06.1993 – 19 U 216/92, CR 1994, 213; Intveen/Lohmann, CR 2003, 640, 644. 87 Vgl. Anhang 1 zu BVB-Planung....

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