Show Less

Das Lastenheft

Die Leistungsbeschreibung in Softwareerstellungsprojekten

Series:

Moritz Zoglmann

Die Arbeit befasst sich mit den wesentlichen Rechtsfragen, die sich im Zusammenhang mit der Leistungsbeschreibung in Softwareerstellungsprojekten ergeben können. Der Autor beleuchtet insbesondere die Konstellationen, in denen es an einer vertraglichen Regelung fehlt und daher auf die gesetzlichen Regelungen sowie auf allgemeine Rechtsgrundsätze zurückzugreifen ist. Im Rahmen der Untersuchung setzt sich der Autor dabei intensiv mit der zum jeweiligen Problemfeld ergangenen Rechtsprechung auseinander. Er gelangt zu dem Ergebnis, dass viele Urteilsbegründungen aus dogmatischer Sicht kritikwürdig sind und zeigt alternative Lösungswege auf.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

M. Zusammenfassung

Extract

Die Ergebnisse und Schlussfolgerungen dieser Arbeit lassen sich im Wesentli- chen wie folgt zusammenfassen: Vorgehensmodelle Zu Beginn dieser Arbeit wurde erläutert, wie Softwareerstellungsprojekte an- hand von Vorgehensmodellen geplant und durchgeführt werden. Die Vorge- hensmodelle lassen sich in klassische und agile Modelle unterteilen. Das Las- tenheft als Beschreibung der Ziele und Wünsche des Auftraggebers ist lediglich in den klassischen Modellen zum Zeitpunkt des Realisierungsbeginns vorgese- hen. Die agilen Modelle verzichten hingegen weitgehend auf eine abschließende Leistungsbeschreibung. Je nach Ziel und Interessenlage der Parteien haben sich diese für ein jeweils passendes Modell zu entscheiden. Vertragstypologie des Softwareerstellungsvertrags Hier wurde aufgezeigt und nachgewiesen, dass der Softwareerstellungsvertrag mangels Sachqualität von Software nicht dem Kaufrecht, sondern dem Werkver- tragsrecht zuzuordnen ist. Gleiches gilt indessen, wenn man die Sachqualität bejaht. Der Schwerpunkt der Leistung wird nämlich in einer geistigen Schöp- fung zu sehen sein, weshalb auch in diesem Fall Werkvertragsrecht einschlägig ist. Nachträgliche Vertragseinbeziehung des Lastenhefts Soweit ein Lastenheft zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses noch nicht vor- handen ist, kann das Lastenheft gleichwohl noch zum Bestandteil des Vertrags werden. Es ist zu unterscheiden: Haben die Vertragspartner vereinbart, der Besteller solle das Lastenheft noch nachreichen, kann darin ein einseitiges Leistungsbestimmungsrecht des Bestellers zu sehen sein. Voraussetzung hierfür ist aber, dass sich aus dem Ver- trag die Bereitschaft des Anbieters ableiten lässt, die Leistungsbestimmung in angemessenem Rahmen einseitig durch den Besteller vornehmen zu lassen und sich dieser zu unterwerfen. An eine konkludente Unterwerfungserklärung sind dabei...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.