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Die Rechte der außenstehenden Aktionäre bei qualifizierten Nachteilszufügungen

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Sarah Nitsche

Spätestens mit dem Urteil «MobilCom/France Télécom» des OLG Schleswig ist deutlich geworden, dass die Diskussion über die Aktionärsrechte in bestimmten Fällen faktischer Beherrschung zu Unrecht lange im Schatten der Debatte um den qualifiziert faktischen GmbH-Konzern stand. Obwohl längst durch den BGH aufgegeben, orientiert sich die Literatur im Aktienrecht unter dem Stichwort der «qualifizierten Nachteilszufügung» nach wie vor oftmals unvoreingenommen an diesen Grundsätzen, die zu einer analogen Anwendung der vertragskonzernrechtlichen Schutzvorschriften führen. Die Autorin zeigt in ihrer Arbeit, dass dieser Ansatz seit jeher vom Ausgangspunkt verfehlt war und auch eine Erweiterung des Haftungssystems der §§ 311 ff. AktG auf anderen Wegen, z.B. über die Figur des verschleierten Beherrschungsvertrags, entbehrlich ist.

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Inhaltsverzeichnis

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§ 1. Einführung.......... .......................................................................................... 17 A. Ausgangssituation .................................................................................. 17 B. Problemstellung ...................................................................................... 19 I. Der Konzernkonflikt ........................................................................ 19 II. Das aktienrechtliche Schutzsystem und seine Grenzen ................. 20 C. Gang der Darstellung .............................................................................. 23 § 2. Grundlagen.................... ............................................................................... 25 A. Die historische Entwicklung des Minderheitenschutzes im Konzernrecht............. .................................................................................. 25 I. Die Entwicklung bis 1937 ............................................................... 25 II. Das Aktiengesetz von 1937 ............................................................ 26 III. Das Aktiengesetz von 1965 .......................................................... 27 IV. Die Entwicklung nach 1965 .......................................................... 28 B. Regelungszwecke des Konzernrechts .................................................... 28 I. Die schutzrechtliche Komponente ................................................... 28 II. Die organisationsrechtliche Komponente ...................................... 29 C. Der Begriff des außenstehenden Aktionärs ............................................ 29 § 3. Die Ansprüche der außenstehenden Aktionäre im Vertragskonzern ........... 33 A. Der Beherrschungsvertrag ...................................................................... 34 I. Rechtsnatur ...................................................................................... 34 1. Organisationsrechtlicher Charakter ........................................ 34 2. Partielle Anwendbarkeit schuldrechtlicher Bestimmungen ... 35 II. Die wesentlichen Merkmale des Beherrschungsvertrags ............... 36 1. Vertragsparteien ...................................................................... 36 a. Grundsätzliches ....................................................................... 36 b. Die Mehrmütterherrschaft ....................................................... 37 10 c. Mehrstufige Konzernverbindungen ........................................ 37 2. Gegenstand des Vertrags ........................................................ 38 a. Leitung der Gesellschaft ......................................................... 38 b. Weitere zwingende Vertragsbestandteile? .............................. 40 3. Atypische Beherrschungsverträge .......................................... 41 a. Begriffsbestimmung ................................................................ 42 b. Reichweite der Vertragsfreiheit .............................................. 43 c. Erscheinungsformen atypischer Beherrschungsverträge ........ 44 aa. Vollständiger Ausschluss des Weisungsrechts ..................... 44 bb. Partieller Ausschluss des Weisungsrechts ............................ 45 B. Voraussetzungen des Anspruchs aus § 304 AktG .................................. 48 I. Der Inhalt des Anspruchs................................................................. 48 II. Folgen von Vertrags- und Beschlussmängeln für den Ausgleichsanspruch ............................................................................ 50 III. Spruchverfahren ............................................................................ 51 C. Voraussetzungen des Anspruchs aus § 305 AktG .................................. 51 I. Der Inhalt des Anspruchs................................................................. 52 II. Folgen von Vertrags- und Beschlussmängeln für den Abfindungsanspruch ........................................................................... 54 III. Spruchverfahren ............................................................................ 55 D. Verhältnis zwischen § 304...

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