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Optionsscheine auf Frachtraten

Modellierung und empirische Überprüfung für den Container-Seeverkehr

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Philip Blumenthal

Die Volatilität der Seeverkehrsmärkte ist eine der bestimmenden Risiken seit der Wirtschaftskrise. Reedereien, Spediteure und die verladende Wirtschaft stehen vor der Herausforderung, sich gegen schwankende Frachtraten abzusichern. Diese Arbeit bietet eine Lösung mittels Optionsscheinen an. Als Basis wird das Black-Scholes-Modell verwendet, für das die Namensgeber 1997 den Nobelpreis erhielten. Durch Einsatz historischer Frachtraten wird gezeigt, dass Optionsscheine auf Frachtraten im Container-Seeverkehr einsetzbar sind. Branchen-Experten bestätigen dieses Untersuchungsergebnis in Interviews. Das Buch bietet somit einen Einstieg in das Thema der Fracht-Derivate und zugleich konkrete Ergebnisse für die weitere Anwendung in der Praxis.

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2 Marktpreise im interkontinentalen Seeverkehr

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Ziel dieses Kapitels ist es, die Grundlagen des Seeverkehrs und den Marktgege- benheiten zu erläutern. Dazu werden nach der Einordnung in den relevanten Markt die Entstehung des Marktes und grundlegende Preismodelle beschrieben. Es soll in diesem Abschnitt ein Verständnis über die Entstehung der Preise und absatzpolitischen Überlegungen im containisierten Seeverkehr vermittelt werden. 2.1 Einordnung des interkontinentalen Containerverkehrs über See 2.1.1 Das Containerschiff Im Seehandelsrecht wird ein Schiff als ein „schwimmfähiger Hohlkörper von nicht ganz unbedeutender Größe bezeichnet, der fähig und bestimmt ist, auf und unter dem Wasser fortbewegt zu werden und Personen oder Sachen zu tragen“33. Ein Handelsschiff ist von einem Nichterwerbsschiff abzugrenzen. Unter Erstgenanntem sind solche Schiffe zu subsumieren, welche die Seefahrt zu Erwerbszwecken betreiben. Sie grenzen sich dadurch von Nichterwerbsschiffen wie privaten, Forschungsschiffen oder staatseigenen Schiffen ab.34 Ferner sind die Begriffe Seeschiff und Binnenschiff zu unterscheiden. Eine Differenzierung lässt sich hinsichtlich der Einsatzgebiete und der Rechtsvor- schriften hinsichtlich Bau, Betrieb, Ausrüstung und Besatzung vornehmen. Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass Seeschiffe anders als Binnenschiffe regelmäßig in hoheitsfreiem Raum (auf hoher See, in interkontinentalen Gewässern) seewärts von Landesgrenzen verkehren.35 Im Gegensatz zur Hochseeschifffahrt wird in der Küstenschifffahrt die Ladung zwar in internationalen Gewässern, jedoch stets über kurze Distanzen transportiert. Neben der kurzen Entfernung zwischen Quelle und Senke der Fracht führen auch logistische Systeme in der containerisierten Linienschifffahrt zum vermehrten Aufkommen der Küstenschifffahrt. Bei so genannten Hub- feedersystemen kann es notwendig sein, die G...

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