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Transkulturalität und Musikvermittlung

Möglichkeiten und Herausforderungen in Forschung, Kulturpolitik und musikpädagogischer Praxis- Unter Mitarbeit von Sophie Arenhövel

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Edited By Susanne Binas-Preisendörfer and Melanie Unseld

Keine Musikkultur kommt ohne Fragen von Alterität und Transkulturalität aus. Doch noch immer scheint es eine Herausforderung darzustellen, über diese Fragen produktiv nachzudenken und sie in der Vermittlung von Musik aufzugreifen. Angesichts der bildungs- und wissenschaftspolitischen Herausforderungen des Themas ermöglicht dieser Band einen Überblick zum Stand der gerade erst begonnenen Forschung und gibt insbesondere NachwuchswissenschaftlerInnen unterschiedlicher Disziplinen eine Argumentationsplattform, die über die Grenzen ihrer Fächer hinaus den kultur- und bildungspolitisch hochsensiblen Zusammenhang von Transkulturalität und Vermittlung für das ‘Fach’ Musik untersuchen. Diskutiert werden sowohl die Bedeutung theoretischer Axiome für praktische Szenarien der Musikvermittlung als auch umgekehrt die Praxis der Musikvermittlung als Herausforderung für die Theoriebildung.

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Editorial Musik war nie statisch, sondern immer schon in Bewegung. Und als kultu- relle Repräsentation war und ist Musik immer schon damit konfrontiert, als vertraut oder als fremd wahrgenommen zu werden. Auch die Akteur_in- nen von Musik waren und sind in Bewegung: fahrende Musikanten, Wan- dertheatertruppen, Tourneen oder Musiker_innen, die freiwillig oder ge- zwungenermaßen unterwegs sind. Neugier, Existenzsicherung, Migration, Flucht, Vertreibung und Exil waren und sind ihre Beweg-Gründe. Seit Klän- ge technisch fixiert werden können, kennen die Bewegungen von Musik po- tentiell keine Grenzen mehr. Medientechnologien und Medienunternehmen machen Musik aus (beinahe) jeder Zeit und von überall verfügbar. So offen- sichtlich damit der Musikkultur Aspekte von Alterität und Transkulturalität eingeschrieben zu sein scheinen, stellen diese noch immer eine Herausfor- derung dar, vor allem dann, wenn Transkulturalität vermittelt werden soll. Der vorliegende Band nimmt diese Herausforderung an, Transkulturalität und das komplexe Praxisfeld Musikvermittlung aufeinander zu beziehen. Transkulturalität – vom Philosophen Wolfgang Welsch Anfang der 1990er Jahre erstmals in die kulturwissenschaftliche Debatte eingebracht – und das Praxisfeld Musikvermittlung, das im Rahmen der vielen Initiativen zur kulturellen Bildung seit Mitte der ersten Dekade des neuen Jahrhunderts in den Fokus von Bildungs- und Kulturpolitik gesetzt wurde, bilden den konzeptionellen und inhaltlichen Rahmen der in diesem Band veröffent- lichten Beiträge. Verfasst wurden sie in erster Linie von Nachwuchswis- senschaftler_innen. Sie waren unserer Einladung zum Symposium Trans- kulturelle Musikvermittlung am 23. und 24. September 2011 an die Carl von Ossietzky Universität...

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