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Transkulturalität und Musikvermittlung

Möglichkeiten und Herausforderungen in Forschung, Kulturpolitik und musikpädagogischer Praxis- Unter Mitarbeit von Sophie Arenhövel

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Edited By Susanne Binas-Preisendörfer and Melanie Unseld

Keine Musikkultur kommt ohne Fragen von Alterität und Transkulturalität aus. Doch noch immer scheint es eine Herausforderung darzustellen, über diese Fragen produktiv nachzudenken und sie in der Vermittlung von Musik aufzugreifen. Angesichts der bildungs- und wissenschaftspolitischen Herausforderungen des Themas ermöglicht dieser Band einen Überblick zum Stand der gerade erst begonnenen Forschung und gibt insbesondere NachwuchswissenschaftlerInnen unterschiedlicher Disziplinen eine Argumentationsplattform, die über die Grenzen ihrer Fächer hinaus den kultur- und bildungspolitisch hochsensiblen Zusammenhang von Transkulturalität und Vermittlung für das ‘Fach’ Musik untersuchen. Diskutiert werden sowohl die Bedeutung theoretischer Axiome für praktische Szenarien der Musikvermittlung als auch umgekehrt die Praxis der Musikvermittlung als Herausforderung für die Theoriebildung.

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Museums- und Ausstellungsprojekte

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101 Die Sammlung des Bremer Übersee-Museums „Vagabunden, die keine Grenzen kennen“1 – die Musikinstrumentensammlung des Bremer Über- see-Museums Andreas Lüderwaldt Andreas Lüderwaldt, geboren 1944, als Ethnologe (Schwerpunkt: asiatische Kul- turen), Musikethnologe und Museumspädagoge seit 1974 am Übersee-Museum Bremen (bis zum Ruhestand 2009) sowie an den Universitäten Bremen, Oldenburg und Hamburg als Lehrbeauftragter tätig. Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: Geschichte und Sammlungsgeschichte völkerkundlicher Museen, Musik asiatischer Kulturen, Musik zwischen Tradition und Moderne, ‚Teaching World Music‘, zum Beispiel javanisches Gamelan. Mit der Gründung der Gamelan-Gruppe ARUM SIH am Übersee-Museum Bremen musikalische Arbeit in und mit der Gruppe, trans- kulturelle Vermittlungsarbeit im ‚westlich-östlichen Spannungsfeld‘: Internationale Gamelan Musik Festivals in Bremen 1991, 2001 und 2006, Freispruch für Medea von Rolf Liebermann an der Hamburgischen Staatsoper 1995, Konzertveranstaltungen zum Thema Gamelan und Debussy 1987, 2007 und 2009. Die meisten Museen beziehen Musik und musikalische Ereignisse in ir- gendeiner Weise in ihre Ausstellungen und ihr jeweiliges Konzept ein, unabhängig von ihrer Ausrichtung und Thematik. Gerade Völkerkunde- museen kommt bei der Vermittlung von Musik aus den Ländern der so genannten ‚Dritten Welt‘ oder, im heutigen, zumeist unkritischen Sprach- gebrauch, von ‚Weltmusik‘ eine besondere Aufgabe zu. Das Übersee-Mu- seum Bremen, 1896 als ein Museum für Natur-, Völker- und Handelskun- de gegründet, hat sich dieser Aufgabe intensiv verschrieben. Vielleicht wird es gerade deswegen häufig eingegrenzt auf den Museumstyp ‚Völ- kerkundemuseum‘. Musik ist eingebettet in das soziale, religiöse, kultu- relle und wirtschaftliche Leben einer...

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