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Die strafrechtliche Aufarbeitung von DDR-Justizunrecht

Iris Keller

Inwieweit kann mit einem rechtsstaatlichen Straf- und Strafverfahrensrecht Vergangenheitsaufarbeitung nach einem Systemwechsel betrieben werden? Welche Maßstäbe und Grenzen setzt das Verbot rückwirkender Bestrafung? Wie ist das Problem der «Rechtsblindheit» zu behandeln? Wie kann man Scheinverfahren rechtlich einordnen? Setzte sich das Versagen der Justiz bei der Verfolgung von NS-Unrecht bei der Verfolgung von DDR-Unrecht fort? Kann die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zur Strafbarkeit von DDR-Rechtsbeugung einer kritischen rechtsdogmatischen Prüfung standhalten? Wie sieht die Bilanz der strafrechtlichen Aufarbeitung von DDR-Justizunrecht aus? Ziel der Arbeit ist es, diese Fragen zu beantworten.

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Inhaltsverzeichnis

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Einleitung ...................................................................................................... 25 A. Thema und Ziel der Arbeit .................................................................... 25 B. Zur Methodik ........................................................................................... 29 1. Kapitel: Möglichkeiten und Grenzen der Vergangen - heitsaufarbeitung mit Hilfe eines rechtsstaatlichen Strafrechts und Strafprozessrechts ......................................................................... 31 A. Allgemeine Überlegungen ..................................................................... 31 I. Terminologisches: „bewältigen“ oder „aufarbeiten“? .............. 32 II. Wege der Vergangenheitsaufarbeitung ...................................... 34 III. Begrenzung des Einsatzes des Strafrechts durch den Sinn und Zweck der Strafe? .................................................. 36 B. Materielles Strafrecht ............................................................................. 41 C. Strafprozessrecht und Verfassungsrecht ............................................. 45 I. Ziel und Funktion des Strafverfahrens ...................................... 45 II. Grundsätze des Strafverfahrens und verfassungsrechtliche Aspekte .................................................... 53 D. Zwischenfazit .......................................................................................... 59 2. Kapitel: Das in Verfahren gegen Justizjuristen der ehemaligen DDR anzuwendende Recht ............................................. 61 A. Der Regelungszusammenhang ............................................................. 61 I. „Beitrittsprinzip“ (Rechtsprechung und herrschende Lehre) ........................................................................ 62 II. Ausschliessliche Anwendbarkeit des DDR-Strafrechts (sog. „DDR-Lösung“) ..................................................................... 63 III. Anwendbarkeit des bundesrepublikanischen Strafrechts unter Berücksichtigung des Tatortrechts und ausschließliche Anwendbarkeit des StGB .................................. 64 1. Inlandstheorie ............................................................................ 64 2. Auslandstheorie (international-strafrechtliche Lösung) ..... 67 IV. Zwischenergebnis .......................................................................... 70 B. Kontinuität des Unrechtstyps ............................................................... 71 10 C. Das mildeste Gesetz i. S. d. § 2 III StGB bei der Rechtsbeugung in concreto ................................................................................................ 77 3. Kapitel: Das DDR-Recht und seine Auslegung ................................. 81 A. Die von Art. 103 II GG gesetzten Massstäbe für die Auslegung des DDR-Rechts ............................................................ 81 I. Nichtpositivistische Ansätze ........................................................ 82 1. Rechtsprechung .......................................................................... 83 a) Bekenntnis zu überpositiven Grundsätzen in der Mauerschützenrechtsprechung von BGH und BVerfG ..................................................................................... 83 b) Die menschenrechtsfreundliche Auslegung in der Mauerschützenrechtsprechung des BGH .................. 85 c) Die menschenrechtsfreundliche Auslegung und überpositive Grundsätze in der Rechtsbeugungs- rechtsprechung des BGH und des BVerfG...

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