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An den Anfängen der serbischen Philologie- Na počecima srpske filologije

"Salo debeloga jera libo azbukoprotres</I> von Sava Mrkalj (1810-2010)- "Salo debeloga jera libo azbukoprotres</I> Save Mrkalja (1810-2010)

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Edited By Gordana Ilic Markovic, Anna Kretschmer and Milos Okuka

Die Beiträge dieses Bandes befassen sich mit dem sogenannten Slawenoserbischen, der Schriftsprache der Serben im späten 18. und in den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts, sowie mit dem Werk, Leben und Zeitalter des Sprachreformers Sava Mrkalj, dessen programmatischer Text Salo debeloga jera libo azbukoprotres vor 200 Jahren veröffentlicht wurde. In diesem Kontext werden verschiedene Aspekte der Epoche, ihres Kulturparadigmas und der damaligen Schriftsprache behandelt. Einen weiteren thematischen Strang stellen die Arbeiten dar, die sich mit der Poetik, Rhetorik und den literarischen Richtungen des serbischen Schrifttums beschäftigen. Ein dritter Schwerpunkt gilt der beginnenden philologischen Arbeit, deren Anliegen die Schaffung einer Schrift- und Literatursprache für das serbische Sozium war, das sich in dem Übergang von der alten Kulturtradition und dem Lebensparadigma der Orthodoxen Slavia hin in die europäische Neuzeit befand.

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Die gegenwärtigen Entwicklungstendenzen in den Geisteswissenschaften und die strukturellen Veränderungen, denen auch die Slawistik in den deutsch- sprachigen Ländern unterworfen ist, zwingen sie dazu, verstärkt Impulse aus den Nachbardisziplinen zu empfangen. Zugleich bieten diese Tendenzen Anlass, über die Orientierung des Faches und seine gestiegene Bedeutung als Vermittler im Dialog des „Westens“ mit der slawischen Welt nachzudenken und das Wagnis einzugehen, Neuland zu betreten. Im Zeitalter der kulturwissenschaftlich ausgerichteten Forschung werden die traditionellen Grenzlinien der fachlichen Zuordnung zwar verschoben, die alten Traditionen als Faktoren der künftigen Erkenntnisgewinnung sind jedoch nicht außer Kraft gesetzt. So erfordert sowohl die gegenwärtige inter- disziplinäre Forschung mit ihrem Hang zur Theoriebildung als auch die traditionelle empirische Forschung feste, verifizierbare Grundlagen sowie den adäquaten Umgang mit der schriftlichen Überlieferung. Ungeachtet dessen wird die slawistische Forschung dieser Prägung an vielen Universitäten Europas zunehmend in den Hintergrund gedrängt oder gar leichtfertig aufgegeben. Über die Gründe, weshalb eine etablierte Wissenschaftsmethode ihre Positionen zugunsten anderer, terminologisch attraktiv verbrämter Zugänge hat verlassen müssen, wird die künftige Geschichtsschreibung urteilen. Bei der Erstellung einer Skizze unserer Wissenschaftslandschaft wird ihr auch nicht entgehen, dass in dieser Zeit das Wort Philologie als identitätsstiftende Bezeichnung selbst innerhalb der angestammten Fächer bisweilen nur noch als inhaltsleeres Fossil Anwendung findet. Als älteste akademische Lehrstätte in rebus Slavicis außerhalb der slawischen Welt verzeichnet das Institut für Slawistik der Universität Wien dank besonderer Konstellationen, nicht zuletzt durch den...

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