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Jahresabschlussanalyse und Bilanzpolitik von Schaden-/Unfallversicherern

Änderungen aufgrund von IFRS 4 Phase II Insurance Contracts: ED/2010/8

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Benjamin Asche

Die stetigen Weiterentwicklungen der IFRS spiegeln sich in Form des IASB-Projektes zu IFRS 4 Insurance Contracts auch in der Bilanzierung von Versicherungsverträgen wider. Am 30. Juli 2010 wurde mit ED/2010/8 hierzu ein Exposure Draft veröffentlicht. Dieser enthält mit dem building block approach deutliche Änderungen hinsichtlich der bisherigen Ausweis- und Bewertungsvorschriften. Die Arbeit untersucht die Auswirkungen des ED/2010/8 auf die Anwendbarkeit und Aussagekraft wesentlicher Kennzahlen von Schaden- bzw. Unfallversicherern. Darauf aufbauend werden neue Kennzahlen entwickelt, die unter dem ED/2010/8 zur Anwendung kommen könnten. Abschließend erfolgt zudem ein Vergleich des IASB-Projekts mit den künftigen aufsichtsrechtlichen Vorschriften zu Solvency II.

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8. Thesenförmige Zusammenfassung

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1. Die Jahresabschlussanalyse wird von den verschiedensten Adressaten heran- gezogen, um Informationen über die wirtschaftliche Lage eines Unterneh- mens zu erlangen. Können die Adressaten lediglich auf öffentlich zugängli- ches Datenmaterial zurückgreifen, so liegt für die Versicherungsbranche der Schwerpunkt auf der erfolgswirtschaftlichen Analyse. Als wesentliche Kenn- zahlen wurden dabei die Combined Ratio, die Nettoverzinsung sowie die Ei- genkapitalrendite identifiziert. Mit diesen Kennzahlen lässt sich die Perfor- mance der maßgeblichen Geschäftsvorfälle, in Form des Versicherungs- und des Kapitalanlagegeschäfts sowie des vom Aktionär eingesetzten Kapitals, messen. 2. Die dem Vorsichtsprinzip unterliegende handelsrechtliche Bilanzierung führt regelmäßig zu Verzerrungen der ökonomischen Realität und erschwert dem Analytiker eine Einschätzung der wirtschaftlichen Lage des Versicherers. Neben Zwangsreserven eröffnen sich dem Versicherer v.a. hinsichtlich der Ermessensreserven zahlreiche bilanzpolitische Spielräume. So können Wertminderungstatbestände bei den Kapitalanlagen ebenso wie die Rückstel- lungshöhe für eingetretene, aber noch nicht gemeldete Versicherungsfälle vom Management materiell beeinflusst werden. Dennoch ermöglicht die im Handelsrecht vorgegebene Bilanz- und GuV-Struktur dem Bilanzleser einen Vorteil im Betriebsvergleich. 3. Die IFRS versuchen durch die angestrebte Informationsfunktion Zwangsre- serven weitestgehend zu vermeiden. Außerbilanzielle stille Reserven, die bei den Finanzinstrumenten evtl. dennoch auftreten, sind durch entsprechende Anhangangaben offen zu legen. Allerdings stellt sich der IAS 39 als sehr komplex dar und ermöglicht bei der Bewertung von Finanzinstrumenten zahlreiche Wahlrechte, die bei unterschiedlicher Ausübung einen Betriebs- vergleich nur unter hohem Aufwand zulassen. Hinsichtlich der Kapitalanla- gen...

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