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Akten des XII. Internationalen Germanistenkongresses Warschau 2010- Vielheit und Einheit der Germanistik weltweit

Koloniale und postkoloniale deutschsprachige Literatur- Die deutschsprachige Kultur und Lateinamerika-Indien im Spiegel der deutschen Dichtung- Klimachaos und Naturkatastrophen in der deutschen Literatur – Desaster und deren Deutung-Stadtvorst

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Edited By Franciszek Grucza, Willi Bolle, Gabriele Dürbeck, Adjai A. Paulin Oloukpona-Yinnon, Balasundaram Subramanian and Yoshito Takahashi

Der Band enthält die Beiträge von fünf Sektionen des Warschauer IVG-Kongresses. Die Vorträge der Sektion Koloniale und postkoloniale deutschsprachige Literatur (betreut und bearbeitet von Adjaï Paulin Oloukpona-Yinnon, Anna Babka, Axel Dunker) bieten ein breites Panorama der Interessenschwerpunkte der postkolonialen Literaturtheorie und des (post)kolonialistischen Diskurses. Die Beiträge der Sektion Die deutschsprachige Kultur und Lateinamerika (betreut und bearbeitet von Willi Bolle) präsentieren in einer facettenreichen Perspektive die Beziehungen zwischen deutschsprachigen Autoren und Lateinamerika. Eingegangen wird u.a. auf die Präsenz der deutschen Kultur in Südamerika, auf in Lateinamerika wirkende auslandsdeutsche Autoren und deutsche Exilautoren und auf verschiedene Austauschbewegungen. Die Beiträge der Sektion Indien im Spiegel der deutschen Dichtung (betreut und bearbeitet von Balasundaram Subramanian, Ursula Kocher, Pornsan Watanangura) bieten ein komplexes Bild der kulturellen Beziehungen zwischen Indien und den deutschsprachigen Ländern. In den einzelnen Studien wird u.a. auf das Bild Indiens in der deutschsprachigen Literatur der Gegenwart im Spannungsfeld zwischen Alterität und Faszination eingegangen, auf die deutschsprachige Rezeption von auf Indien bezogenen historischen Fakten und auf die Präsenz von indischen Elementen im Werk deutscher Autoren. Die Beiträge der Sektion Klimachaos und Naturkatastrophen in der deutschen Literatur – Desaster und deren Deutung (betreut und bearbeitet von Gabriele Dürbeck) enthalten Untersuchungen zur Poetik und Dramatisierung von Katastrophen und zu den Modalitäten ihrer wissenschaftlichen und moralischen Bewältigung. Die Beiträge der Sektion Stadtvorstellungen und -utopien in Literatur und Geschichte (betreut und bearbeitet von Yoshito Takahashi, Ahn Mun-Yeong, Engelhart Weigl) gehen auf das Thema der Stadt als wirklichen und ideellen Ort der Geschichte und der Utopie ein. Die so aufgefasste Urbanität gewinnt ein begriffliches Potential, das sie zum bevorzugten Untersuchungsgegenstand von Literaturwissenschaftlern, Kulturhistorikern und Soziologen macht.

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Sektion (13). Klimachaos und Naturkatastrophen in der deutschen Literatur– Desaster und deren Deutung. Betreut und bearbeitet von Gabriele Dürbeck

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Sektion (13) Klimachaos und Naturkatastrophen in der deutschen Literatur – Desaster und deren Deutung Betreut und bearbeitet von Gabriele Dürbeck Einleitung GABRIELE DÜRBECK Der vorliegende literaturwissenschaftlich fundierte Tagungsband leistet einen Beitrag zum noch jungen Arbeitsgebiet der geistes- und kulturwissenschaft- lich orientierten Katastrophenforschung.1 Im Zentrum stehen Deutungs- und Darstellungsmuster von Naturkatastrophen und deren Funktionen. Der Teil- band versammelt 16 ausgewählte und überarbeitete Kurzbeiträge der Sektion „Klimachaos und Naturkatastrophen in der deutschen Literatur – Desaster und deren Deutung“ der IVG-Tagung „Vielheit und Einheit der Germanistik weltweit“ in Warschau 2010. Er soll dazu dienen, das Arbeitsgebiet für die aktuelle germanistische Forschung zu konturieren und in seiner thematischen Vielfalt vorzustellen. Die Beiträge befassen sich aus unterschiedlichen Sichtweisen mit der kulturellen und moralischen Bewältigung und den ästhe- tischen Verarbeitungsweisen von Naturkatastrophen. Sie behandeln Texte vom 18. bis zum 21. Jahrhundert, das Gewicht liegt auf der Gegenwartslitera- tur. Die Beiträge im ersten von drei Teilen untersuchen Poetik und Dramati- sierung von Katastrophen unter der Perspektive der moralischen Anteilnah- me, kulturellen Identitätsbildung und politisch-sozialen Mobilisierung. Geht man zurück in der Geschichte, finden sich schon in der Antike Deutungsfigu- ren von Katastrophen, die in neueren Diskursen punktuell wiederauftauchen, wie etwa die von Lukrez eingeführte Vorstellung vom ‚Schiffbruch mit Zu- schauer‘. Die Frage nach der Möglichkeit einer Distanznahme zur Katastro- phe liegt dem Beitrag UWE JAPPs zugrunde. Er unterscheidet grundsätzlich drei Umgangsweisen: die emotionale Anteilnahme eines involvierten Be- obachters, die sachliche Berichterstattung und die ästhetische Verarbeitung. Der ästhetische...

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