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Jon Fosses frühe Dramen und ihre Rezeption in norwegischen und deutschsprachigen Medien

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Suzanne Bordemann

Untersuchungsgegenstand dieses Bandes sind zentrale Wertungstendenzen in norwegischen und deutschsprachigen Artikeln zu den frühen Theatertexten des norwegischen Schriftstellers und Dramatikers Jon Fosse. Die Studie versteht sich als Beitrag zur Rezeptionsforschung, in dem das Zusammenspiel zwischen der ästhetischen Logik der Fosse’schen Theatertexte und vorherrschenden Erwartungen und Wahrnehmungsgewohnheiten in der Theaterkritik näher beleuchtet wird. Die Rezeptionsanalyse gibt so Aufschluss über Erfüllung und Verletzung von Konventionen in den frühen Theatertexten von Jon Fosse im Spiegel zeitgenössischer Erwartungen an das Theater.

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II Grundzüge der norwegischen Rezeption

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77 5. Allgemeines zur norwegischen Rezeption 5.1. Einleitendes In Teil II gilt das Augenmerk der norwegischen Rezeption von Jon Fosses Dramatik. Berücksichtigt wird die Rezeption der frühen Stücke (Kapitel 6) und jene der drei norwegischen Inszenierungen von Traum im Herbst (Kapitel 7). Neben den (wenigen) reinen Rezensionen werden auch Porträts, Gespräche und Meldungen in die Untersuchung wichtiger Grundzüge der Interpretationen und Wertungen von Fosses Dramatik einbezogen und unter dem Begriff ‚Rezension‘ subsumiert. Stellungnahmen der Regisseure werden ebenfalls dort angeführt, wo sie in Bezug auf den Rezeptionshorizont der Theaterkritik ergänzende Informa- tionen beisteuern. Das Korpus der norwegischen frühen Rezeption besteht aus Artikeln zu den Stücken Und trennen werden wir uns nie (Uraufführung 1994, DNS), Der ame (Uraufführung 1995, DNS) und Da kommt noch wer (Uraufführung 1996, Det Norske Teatret), die von Kai Johnsen an der Bergener Bühne Den Nationale Scene (DNS) und von Otto Homlung an Det Norske Teatret in Oslo inszeniert wurden. Im Gegensatz zu dem Korpus der frühen deutschsprachigen Rezensionen ist die norwegische Rezeptionsanalyse der frühen Stücke nach Inszenierungen gegliedert, da diese jeweils ein Jahr auseinanderliegen und deshalb interessante Entwicklungstendenzen aufdecken können. Die norwegischen Rezensionen ent- stammen den überregionalen Tageszeitungen Aftenposten (Oslo), Dagbladet (Oslo), Klassekampen (Oslo) und Verdens Gang (Oslo), den größeren Regional- zeitungen Bergens Tidende (Bergen), Stavanger Aftenblad (Stavanger), Nationen (Oslo), Arbeiderbladet (Oslo), Adresseavisen (Trondheim) und den Wochen- zeitungen Morgenbladet (Oslo) und Dag og Tid (Oslo; die Zeitung ist...

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