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Studieren mit Behinderung

Theoriebildung und Praxis des Zugangs (Access) zum Hochschulstudium für Menschen mit Behinderung

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Olga Meier-Popa

Die UN-Behindertenrechtskonvention (2006) fördert den gleichberechtigten und benachteiligungsfreien Zugang von Menschen mit Behinderungen auf allen Bildungsstufen. Dies eröffnet nicht nur in der Schweiz, sondern für den gesamten deutschsprachigen Raum neue Perspektiven und treibt die Auseinandersetzung mit der tatsächlichen Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen voran. Welches Verständnis von Behinderung ermöglicht die Identifizierung der Probleme und die Entwicklung von strategisch-operativen Ansätzen? Die unabweisbar komplexe Problemlage wird an der Beratungsstelle Studium und Behinderung der Universität Zürich mit der lösungs- und ressourcenorientierten Theorie U von C. Otto Scharmer angegangen. Zu den Ergebnissen des Forschungs- und Lernprozesses gehört die Entwicklung eines Zugangs-(Access-)Modells im Kontext Hochschulstudium.

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Vorwort

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Der siebte Band der Schriftenreihe Behindertenpädagogik und Integration be- fasst sich mit der Frage „Studieren mit Behinderung“. Man könnte meinen, das sei eine längst selbstverständliche, ja sogar eine überholte Angelegenheit, denn schliesslich haben Studierende mit Behinderung eine Schullaufbahn absolviert, die ihnen den Zugang zu einem universitären oder Hochschulstudium ohnehin erlaubt. Weit gefehlt! Zum einen gibt es im deutschsprachigen Raum kaum eine wissenschaftlich fundierte Annäherung an die Frage der Integration im tertiären Bildungsbereich oder eine derart fundierte Befassung mit diesem Komplex, dass daraus weglei- tende Perspektiven für deren Umsetzung abgeleitet werden und allein die Frage des Zugangs (Access) dem Anliegen adäquat geregelt werden könnte. Zum anderen sind gerade Hochschulen und Universitäten hoch komplexe und, um es einmal so zu sagen, dadurch auch (allerdings nicht zwangsläufig) extrem anonyme Bildungsinstitutionen, in denen ein kooperatives oder gar as- sistives Miteinander zwischen Forschenden, Lehrenden und Studierenden nicht per se eine Selbstverständlichkeit ist; oft nicht einmal unter den einzelnen Grup- pierungen selbst. Hinzu kommt in diesem Bildungssektor – vor allem auch durch eine rigide und oft jenseits des Geistes des Bologna-Prozesse formalis- tisch realisierte Umsetzung der Studienreform – eine oft allein schon von den Studieninhalten her gesehen (im wahrsten Sinn des Wortes) fragwürdige Prü- fungspraxis, die, wie dieser Band zeigt, nahezu für alle Studierende mit Behin- derung angemessene Nachteilsausgleiche erfordert, die nicht nur keine Selbst- verständlichkeit sind, sondern oft gegen sehr viele Widerstände erreicht werden müssen. Hochschulen und Universit...

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