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Studieren mit Behinderung

Theoriebildung und Praxis des Zugangs (Access) zum Hochschulstudium für Menschen mit Behinderung

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Olga Meier-Popa

Die UN-Behindertenrechtskonvention (2006) fördert den gleichberechtigten und benachteiligungsfreien Zugang von Menschen mit Behinderungen auf allen Bildungsstufen. Dies eröffnet nicht nur in der Schweiz, sondern für den gesamten deutschsprachigen Raum neue Perspektiven und treibt die Auseinandersetzung mit der tatsächlichen Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen voran. Welches Verständnis von Behinderung ermöglicht die Identifizierung der Probleme und die Entwicklung von strategisch-operativen Ansätzen? Die unabweisbar komplexe Problemlage wird an der Beratungsstelle Studium und Behinderung der Universität Zürich mit der lösungs- und ressourcenorientierten Theorie U von C. Otto Scharmer angegangen. Zu den Ergebnissen des Forschungs- und Lernprozesses gehört die Entwicklung eines Zugangs-(Access-)Modells im Kontext Hochschulstudium.

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Teil II. Der Entwicklungsprozess

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5 Das Praxisfeld Dieses Kapitel entspricht dem ersten Feld der Aufmerksamkeit nach SCHARMER (2009) – vgl. Tabelle 1 auf S. 34 und nachfolgende Abbildung 16. Der Leser- schaft wird es womöglich wie eine statische Reproduktion von Mustern und Re- geln im Feld Studieren mit Behinderung erscheinen. Dieser Schritt ist aber not- wendig, weil er die Strukturen und Prozesse veranschaulicht, welche in den nächsten Etappen der Forschung neu gestaltet werden. Abbildung 16: Das erste Feld der Aufmerksamkeit: Ich-in-mir, subjektiv geprägt und regel- bestätigend (nach Scharmer 2009) Die Führung durch das komplexe Problemfeld Studieren mit Behinderung beginnt mit einem Grundriss über die Geschichte der Beratungsstelle Studium und Behinderung. Welche Denk- und Handlungsmodelle lassen sich dabei re- konstruieren? Der erste landesweite Überblick über die Thematik bieten die 2005 veröf- fentlichten Befunde und Empfehlungen der nationalen Studie Menschen mit Be- hinderungen an Schweizer Hochschulen von JUDITH HOLLENWEGER et al. an. Welche Handlungsspielregeln lassen sich daraus für die Beratungsstelle der Universität Zürich ableiten? Seit Mai 2003 gehört die Beratungsstelle für Studierende mit Behinderung den Zentralen Diensten der Universität an. Die ersten drei Jahre in neuer Positi- on dienten der Erkundung des Problemraumes Studieren mit Behinderung an der Universität Zürich. Erkenntnisse aus dieser Zeit, die zentralen Problemstellun- gen und der Klärungs- sowie Handlungsbedarf ergänzen den für dieses Kapitel vorgesehene „Downloading of the patterns from the past“ (Scharmer 2007, S. 244). 70 5. Das Praxisfeld 5.1 Der Beratungsdienst für Studierende...

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