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Behavioural Targeting im Internet – Datenschutz durch lauterkeitsrechtlich gestützte Selbstregulierung?

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Sabine Himmels

Online Behavioural Targeting bezeichnet die Erstellung von Profilen nach Nutzergewohnheiten zum Zweck der zielgenauen Versorgung mit Produktangeboten und Werbung. Der im deutschen und europäischen Datenschutzrecht geltende Grundsatz des Verbots mit Erlaubnisvorbehalt erlaubt die Erhebung, Speicherung und Verarbeitung personenbezogener Daten zu Werbezwecken nur mit Einwilligung des Nutzers. Die Einwilligung setzt dabei eine ausreichende Information des Nutzers über die vorgesehene Datenverwendung voraus, deren Anforderungen für die Anbieter der Online-Dienste aber nur schwer zu erfüllen sind. Um hier Rechtssicherheit zu schaffen, wird geprüft, ob durch eine Selbstregulierung der Werbewirtschaft einheitliche Anforderungen an die Aufklärung des Nutzers und so eine Einwilligung für die Praxis geschaffen werden kann. Diese soll rechtlich durch Verbände und Konkurrenten, also über das UWG, durchgesetzt werden.

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Inhaltsverzeichnis

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LITERATURVERZEICHNIS ..................................................................................... XI EINLEITUNG ...................................................................................................................... 1 I. Problemdarstellung .............................................................................................................. 1 II. Stand der Forschung ........................................................................................................... 3 III. Arbeitshypothesen ............................................................................................................. 7 IV. Gang der Darstellung ........................................................................................................ 9 A. DATENSCHUTZRECHTLICHE UND PERSÖNLICHKEITSRECHTLICHE BEWERTUNG VON ONLINE BEHAVIOURAL TARGETING ................................................................................. 11 I. Funktionsweise des Online Behavioural Targeting ......................................................... 11 1. Überblick und Abgrenzung zu anderen Targeting-Formen .............................................. 11 2. Onsite- und plattformübergreifende Online-Werbung ...................................................... 12 3. Technologien zur Erfassung des Nutzerverhaltens ........................................................... 13 a) Überblick ....................................................................................................................... 13 b) Tracking-Cookies .......................................................................................................... 15 c) Der Facebook „Like“-Button als neuartiger Cookie ..................................................... 16 d) Web Bugs ...................................................................................................................... 17 4. Aufbereitung von Nutzerprofilen ...................................................................................... 17 5. Nutzen und Risiken des Online Behavioural Targeting ................................................... 18 II. Bewertung nach den Vorgaben von TMG und BDSG .................................................. 22 1. Allgemeines ...................................................................................................................... 22 2. Anwendungsvoraussetzungen ........................................................................................... 23 a) Personenbezogene Daten ............................................................................................... 23 aa) Überblick .................................................................................................................. 23 bb) Einordnung der erfassten Daten ............................................................................... 25 (1) Unmittelbar personenbezogene Daten .................................................................. 25 (2) Personenbezug der IP-Adresse .............................................................................. 25 (3) Personenbezug aggregierter Daten ........................................................................ 28 b) Erfasste Formen der Datenverarbeitung ........................................................................ 29 aa) Erhebung, Verarbeitung und Nutzung der Daten ..................................................... 29 bb) Datenverarbeitung in Fällen der Auslandsberührung .............................................. 30 (1) Niederlassung innerhalb der EU/EWR ................................................................. 30 (2) Sitz der erhebenden Stelle außerhalb der EU/EWR .............................................. 32 c) Zwischenergebnis .......................................................................................................... 34 3. Zulässigkeit des Online Behavioural Targeting ................................................................ 35 a) Gesetzliche Erlaubnistatbestände .................................................................................. 36 aa) Erhebung von Nutzungsdaten .................................................................................. 36 VII bb) Erstellung pseudonymer Nutzerprofile .................................................................... 37 cc) Erhebung von Inhaltsdaten nach §§ 28, 29 BDSG ................................................... 38 (1) Überblick ............................................................................................................... 38 (2) Kein Vorrang des TMG für Inhaltsdaten? ............................................................. 39 (3) Zulässigkeit nach § 28 Abs. 3 BDSG? .................................................................. 40 dd) Zwischenergebnis .................................................................................................... 42 b) Berechtigung durch Einwilligung nach § 12 TMG, § 4 BDSG .................................... 42 aa) Freiwilligkeit der Einwilligung...

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