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Translationswissenschaftliches Kolloquium II

Beiträge zur Übersetzungs- und Dolmetschwissenschaft (Köln/Germersheim)

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Barbara Ahrens, Silvia Hansen-Schirra, Monika Krein-Kühle and Michael Schreiber

Nach dem Erscheinen des Bandes Translationswissenschaftliches Kolloquium I (2009) geht die Veröffentlichung von Beiträgen zur Übersetzungs- und Dolmetschwissenschaft in die zweite Runde. Die Beiträge dieses Bandes basieren wiederum auf Vorträgen, die am Institut für Translation und Mehrsprachige Kommunikation der Fachhochschule Köln sowie am Fachbereich Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft der Universität Mainz in Germersheim gehalten wurden. Der Band ist den folgenden Rahmenthemen gewidmet: Translation und Philosophie, Community Interpreting: Dolmetschen im medizinisch-sozialen Bereich, Translationstechnologien, korpusbasierte Translationswissenschaft sowie multimediale Übersetzung.

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Uwe Reinke: Nutzung von Translation-Memory-Systemen zum Aufbau von Lernerkorpora für die Übersetzerausbildung

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229 Uwe Reinke Nutzung von Translation-Memory-Systemen zum Aufbau von Lernerkorpora für die Übersetzerausbildung 1 Einleitung Die Diskussion über die Integration von Translation-Memory-Systemen (TM- Systemen) in die Übersetzerausbildung beschränkt sich häufig auf den Aspekt der Wiederverwendbarkeit bereits erstellter Übersetzungen sowie den Einfluss der Systeme auf Produktivität und Übersetzungsqualität. Im Allgemeinen werden TM-Systeme vor allem als ‚Recycling-Werkzeuge für Übersetzer’ betrachtet. Dies entspricht der Rolle, die TM-Systeme in der Übersetzungs- und Lokalisie- rungsindustrie spielen. In Übersetzungsübungen, in denen Lerner zunächst vor allem mit den vielfältigen linguistischen und kulturellen Eigenheiten verschie- denster Textsorten und eher nicht mit großen Mengen repetitiven Textmaterials in Berührung kommen sollen, scheinen TM-Systeme somit eher fehl am Platz. Betrachtet man andererseits aber weniger die Retrieval-, sondern vor allem die Datenhaltungsfunktion von TM-Systemen, so bietet sich hier z.B. eine Möglich- keit, im Übersetzungsunterricht auf einfache Weise alle Übersetzungen zu erfas- sen, die eine Lernergruppe für einen bestimmten Ausgangstext erstellt hat. Somit würden TM-Systeme zum Hilfsmittel beim Aufbau von Lerner- Übersetzungskorpora, d.h. von mehrsprachigen Korpora, die aus den von einer Lernergruppe produzierten Zieltexten und den mit diesen Zieltexten alignierten Ausgangstexten entstehen (vgl. Castagnoli et al. 2006). Im Folgenden sollen nun verschiedene Wege des Einsatzes von TM-Systemen für den Aufbau von Lerner-Überbersetzungskorpora aufgezeigt werden. Dabei soll zunächst verdeutlicht werden, dass sich bereits mit Hilfe der Standardfunkti- onen von TM-Systemen didaktisch interessante und verwertbare Ergebnisse er- zielen lassen. So kann z.B. aus einem in elektronischer Form vorliegenden...

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