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Translationswissenschaftliches Kolloquium II

Beiträge zur Übersetzungs- und Dolmetschwissenschaft (Köln/Germersheim)

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Edited By Barbara Ahrens, Silvia Hansen-Schirra, Monika Krein-Kühle and Michael Schreiber

Nach dem Erscheinen des Bandes Translationswissenschaftliches Kolloquium I (2009) geht die Veröffentlichung von Beiträgen zur Übersetzungs- und Dolmetschwissenschaft in die zweite Runde. Die Beiträge dieses Bandes basieren wiederum auf Vorträgen, die am Institut für Translation und Mehrsprachige Kommunikation der Fachhochschule Köln sowie am Fachbereich Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft der Universität Mainz in Germersheim gehalten wurden. Der Band ist den folgenden Rahmenthemen gewidmet: Translation und Philosophie, Community Interpreting: Dolmetschen im medizinisch-sozialen Bereich, Translationstechnologien, korpusbasierte Translationswissenschaft sowie multimediale Übersetzung.

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Silvia Hansen-Schirra: Vom Suchen und Finden der passenden Übersetzung – Annotation und Abfrage paralleler Korpora für Englisch, Deutsch und Französisch

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273 Silvia Hansen-Schirra Vom Suchen und Finden der passenden Übersetzung – Annotation und Abfrage paralleler Korpora für Englisch, Deutsch und Französisch 1 Korpuslinguistik für die Translation Im digitalen Zeitalter spielt die Arbeit mit empirischen Daten und großen Text- sammlungen auch für die Translation eine immer größer werdende Rolle. Hier- bei wird sowohl mit übersetzten Texten als auch mit multilingual vergleichbaren Texten gearbeitet.1 Im Folgenden wird erläutert, wie solche Korpora in der Über- setzungswissenschaft sowie in der Übersetzungspraxis und -didaktik zum Ein- satz kommen. 1.1 Korpora in der Übersetzungswissenschaft Durch die Verwendung korpuslinguistischer Methoden in der Übersetzungswis- senschaft (vgl. Olohan 2004; Hansen-Schirra/Teich 2008) wird es erstmalig möglich, Theorien und Hypothesen auf empirischer Basis zu überprüfen. Dies stärkt vor allem den deskriptiven Bereich der Disziplin. In diesem Sinne formu- lierte Baker (1996) die folgenden Hypothesen zu Übersetzungsuniversalien und analysierte sie auf der Basis des Translational English Corpus (Olohan/Baker 2000): Explicitation: Übersetzungen sind expliziter als Originale in der Zielspra- che. Simplification: Übersetzungen sind strukturell einfacher bzw. weniger ambig als Originale in der Zielsprache. Normalisation: Übersetzungen entsprechen sehr stark den Normen der Zielsprache oder tendieren sogar dazu, diese zu übertreiben. 1 In Bezug auf Übersetzungskorpora sowie multilinguale Korpora hat sich bisher noch keine einheitliche Terminologie etabliert. Daher werden im Folgenden die Benennungen verwendet, die Mona Baker im Kontext des Translational English Corpus (TEC) einge- führt hat (vgl. Baker 1996): Laut Baker bestehen parallele Korpora (parallel corpora) aus ausgangssprachlichen Texten einer Sprache A und deren...

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