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Translationswissenschaftliches Kolloquium II

Beiträge zur Übersetzungs- und Dolmetschwissenschaft (Köln/Germersheim)

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Edited By Barbara Ahrens, Silvia Hansen-Schirra, Monika Krein-Kühle and Michael Schreiber

Nach dem Erscheinen des Bandes Translationswissenschaftliches Kolloquium I (2009) geht die Veröffentlichung von Beiträgen zur Übersetzungs- und Dolmetschwissenschaft in die zweite Runde. Die Beiträge dieses Bandes basieren wiederum auf Vorträgen, die am Institut für Translation und Mehrsprachige Kommunikation der Fachhochschule Köln sowie am Fachbereich Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft der Universität Mainz in Germersheim gehalten wurden. Der Band ist den folgenden Rahmenthemen gewidmet: Translation und Philosophie, Community Interpreting: Dolmetschen im medizinisch-sozialen Bereich, Translationstechnologien, korpusbasierte Translationswissenschaft sowie multimediale Übersetzung.

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Klaus Kaindl: „Little Linda hör zu“: Rock ‚n’ Roll, Gender und Übersetzung

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307 Klaus Kaindl „Little Linda hör zu“: Rock ‚n’ Roll, Gender und Übersetzung 1 Ein Lied geht um die Welt Der Song My way ist ein Evergreen, der quer durch alle Altersgruppen und so- zialen Schichten weithin bekannt ist. Die meisten werden diesen Song, der auch von Elvis Presley gesungen wurde, wohl mit Frank Sinatra in Verbindung brin- gen, der als der bekannteste Interpret von My way gilt. Ist also er der Autor? Oder ist es der Texter, Paul Anka, der den Song auch selbst gesungen hat? Oder sollte nicht der Komponist als Schöpfer betrachtet werden? Verkompliziert wird die Sache noch, wenn man bedenkt, dass My way kein Original ist, sondern die Übersetzung des französischen Chansons Comme d’habitude von Claude François, der das Lied gemeinsam mit Jacques Revaux komponiert und auch in- terpretiert hat. Diese Fassung ist zwar in Frankreich bekannt, allerdings hat das Lied seinen Siegeszug um die Welt in der übersetzten Fassung angetreten.1 Wäh- rend die melodische Struktur – abgesehen von einigen Modifikationen – weitge- hend in der englischen Fassung übernommen wurde, hat der Text mit dem fran- zösischen Original thematisch rein gar nichts mehr zu tun. Im französischen Lied beklagt ein Mann die lieblose, zur Routine verkommene Beziehung zu einer Frau, in der englischen Übersetzung hingegen geht es um einen Lebensrückblick, eine Art Bilanz am Ende des Lebens. Neben der englischen Übersetzung existie- ren auch noch zahlreiche Übersetzungen in andere Sprachen, manche, wie etwa die deutsche, lehnen sich an den englischen...

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