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Translationswissenschaftliches Kolloquium II

Beiträge zur Übersetzungs- und Dolmetschwissenschaft (Köln/Germersheim)

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Edited By Barbara Ahrens, Silvia Hansen-Schirra, Monika Krein-Kühle and Michael Schreiber

Nach dem Erscheinen des Bandes Translationswissenschaftliches Kolloquium I (2009) geht die Veröffentlichung von Beiträgen zur Übersetzungs- und Dolmetschwissenschaft in die zweite Runde. Die Beiträge dieses Bandes basieren wiederum auf Vorträgen, die am Institut für Translation und Mehrsprachige Kommunikation der Fachhochschule Köln sowie am Fachbereich Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft der Universität Mainz in Germersheim gehalten wurden. Der Band ist den folgenden Rahmenthemen gewidmet: Translation und Philosophie, Community Interpreting: Dolmetschen im medizinisch-sozialen Bereich, Translationstechnologien, korpusbasierte Translationswissenschaft sowie multimediale Übersetzung.

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Bernd Benecke: Aspekte der Audiodeskription: Charakter-Fixierung und Set-Fixierung

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327 Bernd Benecke Aspekte der Audiodeskription: Charakter-Fixierung und Set-Fixierung 1 Begriffsklärung Als Audiodeskription wird der Transfer von optischer Information zunächst in geschriebenen Text und dann in akustische Information verstanden. Sie dient vorrangig dazu, blinden und sehbehinderten Menschen für sie nicht wahrnehm- bare Informationen im Museum, im Theater, im Kino, auf DVD und im Fernse- hen zu vermitteln. Im Bereich der visuellen Medien beschreibt Audiodeskription neben anderem Handlung, Körpersprache, Gesichtsausdrücke, Räume und Kos- tüme. Grundlegend ist dabei, dass Dialoge, aber auch wichtige Geräusche und Musik unangetastet bleiben, die Beschreibung (Deskription) also in die zur Ver- fügung stehenden Lücken eingepasst werden muss (Dosch/Benecke2004, Bene- cke 2009). Das führt zum Audiodeskriptions-dilemma: Einerseits soll soviel In- formation wie möglich gegeben werden, damit blinde und sehbehinderte Men- schen einem Film folgen können, anderseits sind beim Erstellen der Audiode- skription strikte Zeit- und Platzeinschränkungen einzuhalten, es handelt sich um eine Übersetzung unter „widrigen Umständen“ (im Sinne von Braun 2004). Am Ende entsteht gemeinsam mit Dialogen, Geräuschen und Musik des Originals ein neues kohärentes Ganzes, das je nach Medium als Hörtheater, Höroper oder Hörfilm bezeichnet wird. Um den Hörfilm soll es in diesem Artikel gehen. 1.1 Audiodeskription im wissenschaftlichen Diskurs Wissenschaftliche Auseinandersetzungen mit der Audiodeskription gibt es in Deutschland bislang nur sehr wenige. Bei Fix (2005) wird eine Reihe von As- pekten der Audiodeskription behandelt, daneben liegt der Schwerpunkt der wis- senschaftlichen Auseinandersetzung mit dieser Thematik...

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