Show Less

Völkerrechtliches und nationales Schifffahrtsrecht

Series:

Eva Marie Lischka

Die Arbeit analysiert die Rechte und Pflichten der Schifffahrt in den verschiedenen Seezonen. Dürfen alle Schiffe (auch Kriegs- und Staatsschiffe) die einzelnen Seezonen durchfahren oder gelten bestimmte Rechte nur für Handelsschiffe? Welche Vorschriften haben die Schiffe in den einzelnen Seezonen zu beachten und welche Probleme tauchen in der Praxis regelmäßig auf? Ferner werden aktuelle Probleme, wie die massive Ausweitung der Piraterie und die stetige Zunahme der Ausflaggung von Handelsschiffen in sogenannte «offene Register» zum Zwecke der Kostenersparnis besprochen und Lösungsansätze hierzu aufgezeigt. Die Themen werden in völkerrechtlicher Hinsicht an Hand des Seerechtsübereinkommens durchleuchtet sowie deren Umsetzung in das deutsche Recht herausgearbeitet.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

E. Die Archipelgewässer (“The Archipelagos”)

Extract

Die Archipelgewässer sollen hier nur in aller Kürze und in den wesentlichen Punkten angesprochen werden, da sich ihre Bedeutung für die internationale Schifffahrt in Grenzen hält840. Auf bestehende Überflugrechte wird nicht einge- gangen. I. Allgemeines Das Wort „Archipelago“ kommt wohl aus dem Griechischen „Aegeon Pelagos“, der Bezeichnung für die Ägäis841. Das Regime der Archipelgewässer wurde durch das Seerechtsübereinkommen neu begründet842. Die Regelungen über die Archipelstaaten finden sich in Teil IV des Seerechtsübereinkommens und dort in den Art. 46–54. II. Abgrenzung Art. 46 SRÜ definiert zunächst einen Archipelstaat und ein Archipel. Hiernach „bedeutet ‚Archipelstaat‘ einen Staat, der vollständig aus einem oder mehreren Archipelen und gegebenenfalls anderen Inseln besteht“ (Art. 46 lit. a) SRÜ). Ein Archipel ist gemäß Art. 46 lit. b) SRÜ „eine Gruppe von Inseln einschließ- lich Teilen von Inseln, dazwischenliegende Gewässer und andere natürliche Ge- bilde, die so eng miteinander in Beziehung stehen, daß diese Inseln, Gewässer und anderen natürlichen Gebilde eine wirkliche geographische, wirtschaftliche und politische Einheit bilden, oder die von alters her als solche angesehen wor- den sind.“ Als Beispiel für solche Archipelstaaten können die Philippinen, die Fiji-Inseln und die Seychellen dienen843. 840 Zu den Archipelgewässern ausführlich: Vitzthum, in: Vitzthum, Handbuch des Seerechts, Kapitel 2 Rn. 133 ff; Hasselmann, Die Freiheit der Handelsschiffahrt, S. 365 ff. 841 Andrew, Marine Policy, Vol. 2 (1978), S. 46 (47). 842 Churchill/Lowe, The Law of the Sea, S. 120;...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.