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Crossmediale Konzentration und Sicherung der Meinungsvielfalt

Eine medien- und kartellrechtliche Untersuchung

Jan Hinrichsen

Die Arbeit untersucht das Spannungsverhältnis von medienübergreifender Konzentration und der verfassungsrechtlichen Zielvorgabe gleichgewichtiger Meinungsvielfalt. Sie geht der Frage nach, ob die vorhandenen kartellrechtlichen und medienrechtlichen Regularien den besonderen Risiken gerecht werden, die infolge medienübergreifender Konzentrationsentwicklungen für Pluralismus und Meinungsvielfalt entstehen. Anknüpfend an eine Darstellung der verfassungsrechtlichen Ausgangslage und eine Analyse der außerrechtlichen Bedingungen und Auswirkungen medienkonzentrativer Prozesse setzt sich die Untersuchung schwerpunktmäßig mit dem 2005 in Aussicht genommenen Zusammenschlussvorhaben «Springer – ProSiebenSat1» und den hierzu ergangenen Entscheidungen auseinander. Im Ergebnis wendet sie sich der Frage zu, welche Möglichkeiten sich bieten, um regulatorische Defizite in der Sicherung der Meinungsvielfalt auszuräumen und vorhandenen Risiken angemessen zu begegnen.

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Inhaltsverzeichnis

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EINLEITUNG ..................................................................................................... 1 ERSTER TEIL: VERFASSUNGSRECHTLICHE GRUNDLAGEN ........... 7 I. EINLEITUNG ................................................................................................. 7 II. MEDIENKONZENTRATION AUS PUBLIZISTISCHER UND ÖKONOMISCHER SICHT ........................................................................................................... 7 A. Publizistische Konzentration .................................................................... 8 B. Markt- und Unternehmenskonzentration ................................................. 9 1. Konzentrationsrichtungen ..................................................................... 9 2. Erscheinungsformen unternehmerischer Konzentration ..................... 11 a) Internes Wachstum .......................................................................... 11 b) Externes Wachstum ......................................................................... 11 III. VERFASSUNGSRECHTLICHE VORGABEN ZUM VIELFALTSSCHUTZ ............... 13 A. Kontext und Grundlagen des Vielfaltsgebots ........................................ 14 1. Rundfunkbezogenheit des Schutzauftrags .......................................... 14 2. Historische Sondersituation und publizistische Bedeutung ................ 16 B. Inhalt und Umfang des rundfunkrechtlichen Vielfaltsgebots ................ 18 1. Thematische und meinungsbezogene Vielfalt .................................... 19 2. Internes und externes Schutzkonzept .................................................. 19 3. Das Vielfaltsgebot im dualen System ................................................. 20 4. Vorsorge- und Optimierungsgebot ...................................................... 21 C. Multimediale Ausrichtung des Vielfaltsgebots ...................................... 22 1. Verbindungen von Rundfunk und Presse ............................................ 22 a) Kein Grundsatz publizistischer Gewaltenteilung ............................ 23 b) Lokale und regionale „Doppelmonopole“ ....................................... 23 2. Vielfaltsgebot und neue Medienangebote ........................................... 24 3. Bewertung der aktuellen Entwicklungen ............................................ 25 IV. ZUSAMMENFASSUNG .................................................................................. 26 ZWEITER TEIL: KONZENTRATIONSURSACHEN AUS ÖKONOMISCHER SICHT ............................................................................. 29 I. EINLEITUNG ............................................................................................... 29 II. DIVERSIFIKATION ALS UNTERNEHMENSSTRATEGIE .................................... 30 VIII III. WERTSCHÖPFUNGSMERKMALE IN DER MEDIENBRANCHE .......................... 32 A. Inhalteproduktion und Stückkostendegression ...................................... 33 1. Produktion medialer Inhalte ................................................................ 33 2. Prinzip der Stückkostendegression ..................................................... 34 B. Absatz und Vermarktung – doppelte Marktausrichtung ........................ 35 IV. BEDINGUNGEN UND URSACHEN CROSSMEDIALER KONZENTRATION .......... 36 A. Auflagen-Anzeigen-Spirale und Fixkostendominanz ............................ 37 B. Strategische Anreize zur Diversifikation ............................................... 38 1. Wachstumsmärkte und Substitutionskonkurrenz ................................ 39 2. Verringerung der Erlösabhängigkeit von Einzelmärkten.................... 40 3. Finanzierungsvorteile .......................................................................... 41 4. Intermediale Werbekonzepte und crossmediale Eigenwerbung ......... 41 5. Zusammenlegung personeller und sachlicher Ressourcen ................. 43 6. Mehrfachverwertung von Content ...................................................... 44 7. Möglichkeit medienübergreifender Markenführung...

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