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Anlegerschutz durch die Regulierung von Investmentvermögen und Corporate Governance

Eine rechtsvergleichende Studie des deutschen und britischen Investmentrechts

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Katja Scharkowski

Zielsetzung der Arbeit ist eine systematische Analyse des Anlegerschutzes im deutschen Investmentrecht, um bestehende Schutzdefizite zu ermitteln und Verbesserungsvorschläge für den Anlegerschutz zu erarbeiten. Dabei werden im Wege der Rechtsvergleichung die deutschen Anlegerschutzregeln mit den Anlegerschutzinstrumenten des englischen Rechts verglichen. Auch die volkswirtschaftlichen und psychologischen Erkenntnisse zum menschlichen Entscheidungsverhalten in wirtschaftlichen Kontexten werden berücksichtigt. Als Ergebnis werden Vorschläge zur Stärkung des Schutzes von Privatkunden bei der Anlage in Investmentvermögen präsentiert, insbesondere ein vertriebsbasiertes Regulierungskonzept, sowie Maßnahmen zur Verbesserung der Corporate Governance bei KAG und Depotbank.

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1 Einführung

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1.1 einleitung Die Kapitalanlage in Investmentvermögen hat eine hohe gesellschaftliche Relevanz. Diese resultiert nicht nur aus dem Boom von Hedgefonds der letzten Jahre, sondern vornehmlich aus der steigenden Bedeutung der pri- vaten Altersvorsorge. 28,3 % aller deutschen Haushalte, also 9,3 Millionen, halten Anteile an Investmentvermögen,1 durchschnittlich jeweils 1,8 ver- schiedene Arten von Investmentvermögen.2 Die Verbreitung der privaten Altersvorsorge in Form von Kapitalanlagen in Investmentvermögen wird durch die Einführung von staatlichen subventionierten Modellen wie der Riester-Rente gefördert. So hat sich in den letzten fünf Jahren der Anteil reiner Investmentfondsverträge an den abgeschlossenen „Riester-Renten” von circa sieben auf rund 20 % gesteigert.3 Zudem hat die Anlage in Invest- mentvermögen für private Haushalte eine besondere Relevanz, da oftmals deren zukünftiges wirtschaftliches Wohlergehen von der Wertentwicklung ihrer Investmentvermögensanteile abhängt.4 Trotz der hohen Bedeutung der Vermögensanlage werden Privatkunden oft Probleme haben, die Risiken von Anlageformen einzuschätzen und eine informierte Auswahl unter den verschiedenen Anlagemöglichkeiten zu treffen. Tätigen sie eine Anlage in Investmentvermögen, so wird es Ihnen häufig nicht möglich sein, die Entwicklung ihrer Vermögensanlage derart zu überwachen, dass sie im Falle eines Verlustrisikos Maßnahmen ergreifen können, um das Eintreten eines Verlusts zu verhindern. Bislang fehlt es an Studien, die sich mit dem Entscheidungsverhalten von Privatkunden bezüglich der Anlage in Investmentvermögen und dem 1 Bundesverband Investment und Asset Management (BVI), Grundlagenstudie Investmentfonds 2009, S. 5. 2 BVI,...

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