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Anlegerschutz durch die Regulierung von Investmentvermögen und Corporate Governance

Eine rechtsvergleichende Studie des deutschen und britischen Investmentrechts

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Katja Scharkowski

Zielsetzung der Arbeit ist eine systematische Analyse des Anlegerschutzes im deutschen Investmentrecht, um bestehende Schutzdefizite zu ermitteln und Verbesserungsvorschläge für den Anlegerschutz zu erarbeiten. Dabei werden im Wege der Rechtsvergleichung die deutschen Anlegerschutzregeln mit den Anlegerschutzinstrumenten des englischen Rechts verglichen. Auch die volkswirtschaftlichen und psychologischen Erkenntnisse zum menschlichen Entscheidungsverhalten in wirtschaftlichen Kontexten werden berücksichtigt. Als Ergebnis werden Vorschläge zur Stärkung des Schutzes von Privatkunden bei der Anlage in Investmentvermögen präsentiert, insbesondere ein vertriebsbasiertes Regulierungskonzept, sowie Maßnahmen zur Verbesserung der Corporate Governance bei KAG und Depotbank.

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6 Ergebnisse der Arbeit

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6.1 bedürfnis nach anlegerschutz Privatkunden sind auf Grund ihrer oftmals begrenzten Rationalität, ihrer begrenzten Finanzkenntnisse und der auf den Finanzmärkten bestehenden Informationsasymmetrien schutzbedürftig. Sie werden regelmäßig weder in der Lage sein eine fundierte Anlageentscheidung bei der Auswahl von Investmentvermögen zu treffen noch eine fortlaufende Prüfung des Handelns der KAG vorzunehmen. Daher bedürfen sie anlegerschützender Vorkehrungen. Die bisher bestehenden Anlegerschutzmaßnahmen sollten ausgeweitet werden, da die Implikationen eines Verlustes der Finanzanlage für Privatkunden drastisch sind. Eine stärkere Eigenverantwortung von Privatpersonen für ihre Altersvorsorge darf nur mit einem umfassenden Anlegerschutz einhergehen. Es erscheint sinnvoll, die bisher bestehenden Publizitätsmaßnahmen stärker auf die Bedürfnisse von Privatkunden zuzuschneiden und um regulative Maßnahmen zu ergänzen, die de facto zu einer Vorauswahl der für Privatkunden in Betracht kommenden Fondstypen führen. 6.2 verbesserungsvorschläge für die publizitätsinstrumen- te bei investmentvermögen Generell sollte die Information über verwendete Quoten in dem Doku- ment erfolgen, in dem die Quote abgedruckt wird, um zu vermeiden, dass die Anleger Fehlvorstellungen von den in die Quote einbezogenen Angaben erhalten. Dies sollte insbesondere bei der Gesamtkostenquote erfolgen. Neben der Gesamtkostenquote wäre es wünschenswert, auch eine Transaktionskostenquote verbindlich einzuführen. Die Angabe der Wert- und Ertragsentwicklung sollte ausgeweitet werden. Die Wertentwicklung sollte nicht nur für einen begrenzten Zeitraum, sondern für den gesamten Zeitraum seit der Gründung des Investmentvermögens angegeben werden. 290 ergebnisse der arbeit Für den...

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