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Regionale wirtschaftliche Integration und die Europäische Union

Eine Untersuchung unter besonderer Berücksichtigung der Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen mit den Staaten des westlichen Balkans

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Tobias Wagner

Der regionalen wirtschaftlichen Integration kommt in der Europäischen Union ein besonders hoher Stellenwert zu. Die EU selbst gilt als Musterbeispiel einer regionalen Integrationszone. Aber auch in ihren Außenbeziehungen ist sie treibende Kraft beim Abschluss von regionalen Handelsabkommen. Diese Arbeit betrachtet deshalb das internationale Phänomen der regionalen wirtschaftlichen Integration aus einer primär europäischen Perspektive. Es stellt sich etwa die Frage nach den Vertragsschlusskompetenzen der EU im Verhältnis zu den Mitgliedstaaten. Des Weiteren behandelt die Arbeit die Einbeziehung nichtökonomischer Bestimmungen in regionale Handelsabkommen der EU. Als Beispiel aktueller Integrationsbestrebungen werden die Beziehungen der Union zu den Staaten des westlichen Balkans untersucht.

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Teil 1: Die Grundlagen des Phänomens der regionalenwirtschaftlichen Integration

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31 Teil 1: Die Grundlagen des Phänomens der regionalen wirtschaftlichen Integration It may be logical, but rare indeed is the international system which not only accepts apparently diverging approaches to fundamental issues, but is designed specifically to accommo- date them. But such is the approach of the international trade system, as governed by the rules of the World Trade Organi- sation (WTO), to the great debate about multilateralism vs re- gionalism in trade policy. Pascal Lamy The World Economy 2002, S. 1399 33 Um die komplexen Zusammenhänge, die mit der Bildung regionaler Präferenz- abkommen einhergehen, in ihrer Tiefe begreifen zu können, müssen zunächst einige fundamentale Fragen bearbeitet werden. Der erste Teil dieser Arbeit beschäftigt sich deshalb mit den grundlegenden Fragestellungen zur historischen Entwicklung des Phänomens und deren Grün- den, gibt Auskunft über die verschiedenen Intensitätsstufen der regionalen wirt- schaftlichen Integration, bietet eine volkswirtschaftliche Betrachtung solcher Strukturen und untersucht die welthandelsrechtlichen Regelungen dieses Berei- ches. Kapitel 1: Die Entwicklung des Regionalismus Wie einleitend angeklungen, sind regionale Präferenzvereinbarungen zu einem erheblichen Teil innerhalb der letzten beiden Jahrzenten entstanden. Die histori- sche Entwicklung sowie deren Gründe gilt es in diesem Kapitel zu beleuchten. Die Herausbildung von Vereinbarungen zwischen zwei oder mehreren poli- tischen Einheiten zur Reduzierung von Handelshemmnissen untereinander bei gleichzeitiger Beibehaltung der Handelsbarrieren gegenüber außenstehenden Regionen geht zurück auf das frühe 19. Jahrhundert. Insbesondere der Freihan- delsvertrag zwischen Großbritannien und Frankreich21, die zahlreichen in dessen...

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