Show Less

Regionale wirtschaftliche Integration und die Europäische Union

Eine Untersuchung unter besonderer Berücksichtigung der Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen mit den Staaten des westlichen Balkans

Series:

Tobias Wagner

Der regionalen wirtschaftlichen Integration kommt in der Europäischen Union ein besonders hoher Stellenwert zu. Die EU selbst gilt als Musterbeispiel einer regionalen Integrationszone. Aber auch in ihren Außenbeziehungen ist sie treibende Kraft beim Abschluss von regionalen Handelsabkommen. Diese Arbeit betrachtet deshalb das internationale Phänomen der regionalen wirtschaftlichen Integration aus einer primär europäischen Perspektive. Es stellt sich etwa die Frage nach den Vertragsschlusskompetenzen der EU im Verhältnis zu den Mitgliedstaaten. Des Weiteren behandelt die Arbeit die Einbeziehung nichtökonomischer Bestimmungen in regionale Handelsabkommen der EU. Als Beispiel aktueller Integrationsbestrebungen werden die Beziehungen der Union zu den Staaten des westlichen Balkans untersucht.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

Teil 2: Die Europäische Union auf dem Gebiet der regionalen wirtschaftlichen Integration

Extract

Die EU wird vorrangig dafür sorgen, dass alle neuen Frei- handelsabkommen, auch unsere eigenen, als Sprungbrett für eine multilaterale Liberalisierung dienen, und nicht etwa ein Stolperstein sind. Mitteilung der Kommission KOM(2006) 567 endgültig, vom 04.10.2006 67 Auf dem Gebiet der regionalen wirtschaftlichen Integration wie sie in Teil 1 der Arbeit vorgestellt wurde, spielt die Europäische Union eine bedeutende Rolle. Auf der einen Seite ist die europäische Integration selbst das Musterbeispiel sol- cher Bestrebungen schlechthin und brachte das erste beim GATT notifizierte Regionale Handelsabkommen überhaupt hervor139. Auf der anderen Seite kann die EU angesichts ihrer zahlreichen, vielfältigen und teils innovativen bilateralen Abkommen auch in ihren Außenbeziehungen als einer der weltweit bedeutends- ten und aktivsten Teilnehmer des Regionalismus bezeichnet werden. Dieser besonderen Stellung der Europäischen Union Tribut zollend, soll im zweiten Teil der Arbeit die regionale wirtschaftliche Integration aus der europäi- schen Perspektive betrachtet werden. Nach einer kurzen Würdigung der internen europäischen Integration der EU selbst in Kapitel 1 wird in Kapitel 2 die Integ- ration der EU mit dritten Partnern behandelt. In diesem Rahmen wird ein beson- deres Augenmerk auf die Grundlagen gerichtet, welche das europäische Primär- recht für die Betätigung der EU auf dem außenpolitischen Feld der Integration bereitstellt. Dabei soll neben Kompetenzfragen insbesondere untersucht werden, wie im Bereich der regionalen wirtschaftlichen Zusammenarbeit nichtökonomi- sche Prinzipien verfolgt und nichtökonomische Vereinbarungen in Abkommen eingebunden werden können. Es wird dabei namentlich der...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.