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Fragen des Assessments aus Sicht von Englischlehrkräften

Empirische Annäherungen durch qualitative Inhaltsanalysen

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Sylke Bakker

Die Untersuchung lotet Möglichkeiten und Grenzen einer veränderten Diagnosekultur in einem auf Kompetenzerwerb ausgerichteten Englischunterricht aus. Die zentrale Fragestellung besteht darin, zu erkunden, welche Faktorenkomplexe für Englischlehrkräfte bei ihrem Umgang mit Fragen des Assessments von Bedeutung und Einfluss sind und welche Beschaffenheit diese Konstrukte aufweisen. Die empirische Basis bildet eine qualitative Interviewstudie mit Englischlehrkräften, deren Daten mittels einer adaptierten Form der qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet wurden. Es ließ sich feststellen, dass die Befragten trotz ihres generellen Interesses am Themenkomplex Assessment nur selten ein Instrumentarium nutzen, das kompetenzstufenbezogenes Beobachten, eine Analyse von Aufgabenschwierigkeiten und folglich individuelles Fördern auf der Basis von Kompetenzentwicklungsmodellen zum Ziel hat.

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Anhang 3: Beispiel einer Kodierung

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Untersuchter Aspekt: Reflexion der Auslandsaufenthalte von S14 in Hinblick auf Fragen des Assessments in Schule und Universität Kategoriensystem Rahmen Spracherwerb Authentizität Formelles Feedback Informelles Feedback Identität Institutioneller Umgang mit Leistungsbewertung (Schule, Universität) Maßstäbe Diagnostizieren, Testen Ziffernnoten Andere Arten des Feedbacks Demotivierende Erfahrungen mit Leistungsbewertung Motivierende Erfahrung mit Leistungsbewertung Unterricht Einfluss Peers I: Mhm. Und Du hattest Auslandsaufenthalte erwähnt. Wann waren die zeitlich, waren die während des Studiums oder noch davor? B: Hm. In der Schulzeit war ich mal ein halbes Jahr in Amerika und während des Studiums ein Jahr als Assis- tant Teacher in London. I: Und hat das Deine Sicht auf Deinen Spracherwerbspro- zess und auch die Meinung anderer Leute dazu irgend- wie beeinflusst, dieses halbe Jahr in Amerika und dann auch dieses Jahr in London? B: Meinst Du jetzt, ob ich besser geworden bin so irgend- wie oder welche Richtung? I: Ja. Inwieweit das zum Beispiel Dein Selbstbild von Dir als Schülerin beeinflusst hat oder eben auch als Spre- cherin an der Uni? 18 Monate Aus- landsaufenthalt in Schule und Studium 437 B: Auf jeden Fall. Das ist natürlich das Entscheidende, dass man sich da einfach wesentlich sicherer fühlt, wenn man eben merkt, man kann sich wirklich unterhal- ten und so weiter. Während man ja in der Schule dann doch mehr nur so, was weiß ich, speziell auf irgendwel- che Arbeiten oder so hin gelernt hat. Und einfach eine Sicherheit hatte durch die Auslandsaufenthalte. I:...

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