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Das Jenaer Studium der Rechte im Dritten Reich

Zwischen Tradition und nationalsozialistischer Ideologie

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Stefan Wolf

Die im Dritten Reich durch Justizausbildungs- und Eckhardtsche Studienordnung veränderte Juristenausbildung bewirkte sowohl eine inhaltliche wie strukturelle Neukonzeption des Rechtsstudiums. Das Werk geht der Frage nach, wie sich das – stets von Missklängen begleitete – Reformwerk in der Praxis bewährte und welche Auswirkungen es auf die Juristenausbildung im Dritten Reich zeitigte. Beispielhaft wurden Lehrbücher und Vorlesungen an der Friedrich-Schiller-Universität Jena sowie die Erste juristische Staatsprüfung am Prüfungsamt I des Thüringischen Oberlandesgerichts ausgewertet. Im Ergebnis gilt, dass trotz äußerer Übernahme der Reformgedanken sich – soweit fachbedingt möglich – auch weiterhin Teile der bisherigen Ausbildungstradition erhalten konnten.

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Inhaltsverzeichnis

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Einleitung ............................................................................................................ 15 Das erste Kapitel ................................................................................................. 17 A. Die Juristenausbildung im Dritten Reich ............................................ 17 I. Am Vorabend der „nationalen Revolution“ .......................................... 17 II. Die Überleitung der Rechtspflege auf das Reich ................................ 19 III. Die Justizausbildungsordnung vom 22. Juli 1934 .............................. 20 1. Das Ziel der JAO .......................................................................... 21 2. Aufbau, Inhalt und Methode des Rechtsstudiums nach der JAO . 22 a) Das ordnungsgemäße Studium ............................................. 22 aa) Die Prüfungsfächer .................................................... 23 bb) Die Hebung der Allgemeinbildung ............................ 26 cc) Übungen und Seminare .............................................. 26 dd) Die Arbeitsgemeinschaften ........................................ 27 ee) Das Gerichtspraktikum ............................................... 28 ff) Methodik ..................................................................... 29 gg) Arbeitsdienst, Leibesübungen und Frauenstudium .... 30 b) Die erste juristische Staatsprüfung ...................................... 30 aa) Die häusliche Arbeit ................................................... 30 bb) Die Aufsichtsarbeiten ................................................ 31 cc) Die mündliche Prüfung .............................................. 32 dd) Die Notenvergabe ...................................................... 33 ee)Wiederholung, Täuschung, Anfechtung und Übergangsregelungen .................................................. 34 3. Ergebnis und Bewertung .............................................................. 34 a) Rechtsvereinheitlichung ....................................................... 34 b) Rechtserneuerung ................................................................. 35 c) Menschenerziehung ............................................................. 38 d) Zeitgenössische Bewertung .................................................. 39 IV. Die Eckhardtsche Studienreform ....................................................... 40 1. Vorarbeiten................................................................................... 40 2. Die Tagung vom 20. und 21. Dezember 1934 .............................. 42 10 3. Karl August Eckhardts Schlussreferat .......................................... 44 4. Die Richtlinien vom 18. Januar 1935 ........................................... 45 a) Das neue Rechtsstudium ...................................................... 45 b) Inhaltliche Änderungen ........................................................ 46 aa) Die neue Fachausbildung ........................................... 46 (1) Die Grundlagenfächer ................................................. 47 (2) Das neue Zivilrecht ..................................................... 47 (3) Das Öffentliche Recht ................................................. 49 (4) Das Strafrecht ............................................................. 49 bb) Die verstärkte Allgemeinbildung und politische Schulung ................................................................... 49 c) Strukturelle Traditionsbrüche ............................................... 50 d) Zeitgenössische Bewertungen .............................................. 51 e) Schlussfolgerungen und Einschätzungen ............................. 51 aa) Der äußere Vorlesungsaufbau .................................... 52 bb) Der innere...

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