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Regulierung und zivilrechtliche Verantwortlichkeit von Ratingagenturen

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Moritz Schuler

Gegenstand dieser Arbeit ist die Prüfung der Erforderlichkeit einer hoheitlichen Regulierung des Ratingwesens am Beispiel der Ende 2009 in Kraft getretenen europäischen Rating-Verordnung (2009/1060/EG vom 16.9.2009). Es wird untersucht, ob die europäische Regulierung eine Verbesserung der prognostischen Qualität der Ratingurteile nachhaltig gewährleisten kann. Als mögliche Alternative einer hoheitlichen Regulierung wird die verhaltenssteuernde Wirkung des bürgerlichen Haftungsrechts untersucht. Die grundrechtliche Einordnung des Ratingurteils und die tatbestandlichen Voraussetzungen einer Eigenhaftung der Ratingagenturen auf Grundlage des § 311 Abs. 3 S. 2 BGB bilden Schwerpunkte der materiellrechtlichen Prüfung. Mögliche Erleichterungen bei der Anspruchsdurchsetzung werden untersucht. Abschließend werden Funktionsweise und Effektivität von Reputationsmechanismen im Ratingwesen erörtert.

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Inhaltsverzeichnis

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Abkürzungsverzeichnis 13 § 1: Einführung 20 A. Problemstellung 20 B. Zielsetzung und Gang der Untersuchung 21 I. Geeignetheit der europäischen Rating-Verordnung 22 II. Erforderlichkeit einer Regulierung des Ratingwesens 23 Erster Teil: Grundlagen des Ratingwesens und seine Funktion im Kapitalmarkt 27 § 2: Ratingbegriff und Ratingverfahren 27 A. Begriff des Rating 27 B. Ratingverfahren und Ratingsymbole 28 I. Auftragsgebundenes Rating 29 1. Informationsbeschaffung 29 2. Bewertung und Entscheidung 30 3. Überwachung der Ratings 32 II. Auftragsloses Rating 33 III. Ratingsymbole 34 § 3: Bedeutung und Verwendung externer Ratings 35 A. Ursachen der wachsenden Relevanz von Ratingurteilen 36 I. Globalisierung der Kapitalmärkte 36 II. Disintermediation 37 III. Verbriefung 38 IV. Finanzinnovationen 39 V. Zunehmende legislatorische Indienstnahme der Ratingurteile 41 1. Regelungsziele des Kapitalmarktrechts 41 2. Alternative Regulierungsansätze 43 3. Auswirkungen auf das Ratingwesen 44 B. Bedeutung und Verwendung in modernen Finanzmärkten 45 I. Bedeutung für emittierende Unternehmen 45 1. Emissionspreisfindung 46 6 2. Werbung um Investoren 47 3. Einfluss des Ratings auf die Unternehmensfinanzierung 47 II. Bedeutung für Anleger 49 III. Volkswirtschaftliche Bedeutung 51 IV. Aufsichtsrechtliche Verwendung von Ratings 52 1. Rechtslage in den Vereinigten Staaten 52 2. Eigenkapitalregulierung durch den zweiten Baseler Kapital- Akkord (Basel II) 55 a) Ausgangspunkt: Erster Baseler Kapital-Akkord 57 b) Zweiter Baseler Kapital-Akkord 57 (1) Umsetzung der Empfehlungen in deutsches Recht 58 (2) Möglichkeiten der Feststellung des Kreditrisikos 59 (3) Zwischenergebnis 61 3. Sonstige Fälle aufsichtsrechtlicher Inbezugnahme von Ratingurteilen 61 V. Einwirkung des Ratings auf Vertragsverhältnisse Dritter 62 1....

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