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Die Volksschülerkonzerte in Hamburg 1898-1921

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Elisabeth Seippel

Die Volksschülerkonzerte in Hamburg sind das früheste Beispiel von Konzerten für Schüler. Sie wurden initiiert und getragen von der Lehrervereinigung für die Pflege der künstlerischen Bildung in Hamburg und dem subventionierten Orchester des Vereins Hamburgischer Musikfreunde, die heutigen Hamburger Philharmoniker. Die Konzerte richteten sich an die Kinder der minderbemittelten Bevölkerungsschichten. Der freiwillige Konzertbesuch am Sonntagnachmittag war in den Gesangsunterricht der Volksschule integriert. Die Volksschülerkonzerte sind Teil der reformpädagogischen Bewegung, die Ende des 19. Jahrhunderts von Hamburg ausging und auf ganz Deutschland ausstrahlte. Die Schrift belegt, dass die Erneuerung des Musikunterrichts nicht erst mit der sogenannten Kestenberg-Reform in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts eingesetzt hat. Zugleich verdeutlicht die Studie, dass die reformpädagogische Bewegung neben der Kulturkritik weitere wichtige Wurzeln hat.

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Die Erforschung der Hamburger Volksschülerkonzerte wird durch die Ausschöpfung von vier Quellen ermöglicht, die direkte Auskünfte über die Volksschülerkonzerte geben. Die Programmzettel der Volksschülerkonzerte Sie werden im Staatsarchiv Hamburg im Bestand der Philharmonischen Gesellschaft unter der Signatur 614-1/63h aufbewahrt. Soweit ersichtlich, sind sie die einzigen Exemplare, die in den Wirrnissen des Zweiten Weltkrieges gerettet werden konnten. Von den insgesamt 135 Volksschülerkonzerten, die von April 1898 bis Juni 1921 aufgeführt wurden, existieren im Staatsarchiv Hamburg 124 Konzertprogrammzettel. Es fehlen die Programme der Jahre 1905/1906 für sieben Konzerte und die der Jahre 1914/ 1915 für vier Konzerte. Somit fehlen insgesamt die Programmzettel von 11 Konzerten. Die Zahl der fehlenden Programme und die der in den genannten Jahren stattgefundenen Konzerte lässt sich folgendermaßen errechnen. Auf dem Programm- zettel des Konzertes am 3. September 1911 wird dieses als 80. Volksschülerkonzert bezeichnet. Für die Zeit vorher, nämlich vom ersten Volksschülerkonzert am 3. April 1898 bis zum Konzert am 25. Juni 1911, das dem 80. Konzert vorausging, liegen 72 Programmzettel vor. Es müssen somit 79 Konzerte stattgefunden haben. Folglich fanden im Schuljahr 1905/1906 sieben Konzerte statt. Für das Kriegsjahr 1914/1915 fehlen vier Belege für das 100. bis 103. Volksschülerkonzert. Die Programme der Volksschülerkonzerte wurden in zwei unterschiedlichen Größen gedruckt. Die Programmzettel der Konzerte 1 (3. April 1898) bis 9 (4. Februar 1900) haben ein Format, das dem heutigen DIN-A5-Format nahe kommt. Die Ausmaße...

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