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Malta und die Boatpeople

Eine Ethnologie der interkulturellen Begegnung

Sarah Weber

Europa ringt an seinen Außengrenzen, aber auch im Innern, um Integration. Immer dringlicher wird die Frage nach der Gestaltung unseres Zusammenlebens. Die Arbeit nimmt dieses Problem auf der Mittelmeerinsel Malta in den Blick. Dort treffen durch Migrationsbewegungen von Afrika nach Europa Menschen unterschiedlicher Herkunft aufeinander. Ihre Lebenswelten geraten dadurch in Bewegung: Sie erleben dabei Momente der Irritation und der Unsicherheit. Die Studie geht nicht dem Offensichtlichen nach, sondern analysiert die Komplexität alltäglicher Interaktionen zwischen Einheimischen und Neuankömmlingen. Damit gibt sie einerseits neue Antworten auf die Frage, was derzeit an den Grenzen Europas geschieht, und andererseits Impulse zum Nachdenken darüber, wie wir in Zukunft einander begegnen wollen.

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Vorwort vii 1 Einleitung 1 2 Interkulturelle Begegnung: Theoretische Ansätze 13 2.1 Postkoloniale Sichtweisen auf Kultur . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17 2.1.1 Hegemonialität . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20 2.1.2 Hybridität . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23 2.1.3 Heterogenität . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25 2.2 Interkulturalität – eine kritische Revision . . . . . . . . . . . . . . . 28 2.2.1 Interkulturalität als Kompetenz . . . . . . . . . . . . . . . . 29 2.2.2 Interkulturalität als Subversion . . . . . . . . . . . . . . . . . 32 2.2.3 Interkulturalität als Problematik . . . . . . . . . . . . . . . . 34 2.2.4 Interkulturalität als gesellschaftlicher Nutzwert . . . . . . 38 2.3 Interkulturelle Lebensweisen – vielfältige Deutungen . . . . . . . 41 2.3.1 Die problematisierte bikulturelle Dyade . . . . . . . . . . . 43 2.3.2 Die interkulturelle Partnerschaft als Zielscheibe rassisti- scher Anfeindungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45 2.3.3 Interkulturelle Lebensweisen als antirassistische Arbeit . 47 2.3.4 Transnationale Adoptionen und Rassismus . . . . . . . . . 50 2.4 Interkulturelle Begegnung als dynamisches Konzept . . . . . . . . 54 2.4.1 Begegnung als intersubjektiver Vorgang . . . . . . . . . . . 56 2.4.2 Begegnung in interkulturellen Kontexten . . . . . . . . . . 60 2.4.3 Dissens als Potenzial interkultureller Begegnung . . . . . 64 2.4.4 Begegnung als grundlegende Kategorie ethnologischer Forschung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 68 2.5 Resümee . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 71 x Inhaltsverzeichnis 3 Begegnungen im Kontext europäischer Migrationspolitik 73 3.1 Grenzland Europa . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 77 3.2 Alltagsrassismus und europäische Migrationspolitiken . . . . . . . 80 3.3 Ideologische Grenzsicherung: Die Vorherrschaft der Grenze . . . 84 3.3.1 Migranten als Täter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 88 3.3.2 Migranten als Opfer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 89 3.3.3 Migranten als Helden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 94 3.3.4 Migranten als Nicht-Rassisten . . . . . . . . . . . . . . . . . 96 3.4 Der Mittelmeerraum als Teil des Grenzregimes . . . . . . . . . . . 99 3.4.1 Der Mittelmeerraum als emotionalisierter Raum . . . . . 101 3.4.2 Der Mittelmeerraum als Kontaktzone . . . . . . . . . . . . 103 3.4.3 Der Mittelmeerraum als Politikum . . . . . . . . . . . . . . 105 3.5 Resümee . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 108 4 Forschungsdesign 111 4.1 Ethnografisches Schreiben heute: PostkolonialeHerausforderun- gen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 113 4.1.1 Die Ethnologin als Geschichtenerzählerin: Das ethno- grafische Selbst . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 114 4.1.2 Wieviel darf die ethnografische Narration? – Ethnogra- fie und...

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