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Die Auswirkungen der englischsprachigen Hochschullehre in Deutschland auf das Deutschlernen in China

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Jun He

Diese Arbeit untersucht, ob sich die Einführung der englischsprachigen Studiengänge an deutschen Hochschulen auf das Deutschlernen in China negativ und schädigend auswirkt. Der erste Schritt ist dabei die Recherche von Dokumenten und Verlautbarungen der bildungs- und hochschulpolitischen Organisationen, um diesbezügliche sprachenpolitische Zusammenhänge herauszuarbeiten. Hinzu kommt die Erhebung von Daten mittels Fragebögen unter chinesischen Deutschlehrenden und -lernenden sowie chinesischen Studierenden in internationalen Studiengängen deutscher Hochschulen. Die empirischen Befunde werden schließlich im Zusammenhang mit der aktuellen Konstellation der deutschen Sprache in China ausgewertet und interpretiert. Abschließend gibt die Arbeit differenzierte, neue Impulse zum Erhalt bzw. weiteren Ausbau von Deutsch als Fremdsprache in China.

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F. Empirischer Teil

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1. Zur Datenerhebung Zur Datenerhebung wurden drei leitfadengestützte Interviews mit Fragebögen jeweils in China und Deutschland durchgeführt, die auf drei unterschiedliche Zielgruppen ausgerichtet waren: (1) Chinesische Lehrkräfte im Fachgebiet Germanistik und Deutsch als Fremd- sprache an chinesischen Hochschulen; (2) Chinesische Deutschlernende, die sich auf das Studium in Deutschland vor- bereiteten; (3) Chinesische Teilnehmer an internationalen Studiengängen deutscher Hoch- schulen. Zu (1): Von August bis Oktober 2009 wurden Fragebögen an insgesamt 70 chinesische Deutschlehrende via E-Mail versandt, deren Adressen einer Liste von Teilnehmern an einem Treffen der chinesischen Germanistik- und DaF- Lehrenden 2007 (dankenswerte Zusendung durch Frau Prof. Dr. Xiaoyan Lu von der Wuhan-Universität) entnommen wurden. Wenn die Rezipienten bei der ers- ten Mail eventuell nicht genügend Zeit hatten, wurde die Mail bis dreimal zuge- sandt. Die Fragebögen lagen in zwei Fassungen, einer chinesisch- und einer deutschsprachigen, vor. Bei der Zusendung wurde im begleitenden Text darauf hingewiesen, dass sich die Befragten eher an der chinesischsprachigen Version orientieren und nur bei Verständnisschwierigkeiten auf die deutschsprachige zu- rückgreifen sollten. Schließlich wurden 40 ausgefüllte Fragebögen von 30 unter- schiedlichen Hochschulen zurück genommen, was einer befriedigenden Rück- laufquote von 57,1% entsprach. Bezieht man mit ein, dass einige E-Mail- Adressen schon nicht mehr aktuell waren, d.h. von den Rezipienten nicht mehr gebraucht wurden, da die E-Mail-Adressen des chinesischen Lehrpersonals – anders als die in Deutschland – häufig ständigen Änderungen unterliegen, wäre mit einer höheren Rücklaufquote zu...

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