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Die Auswirkungen der englischsprachigen Hochschullehre in Deutschland auf das Deutschlernen in China

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Jun He

Diese Arbeit untersucht, ob sich die Einführung der englischsprachigen Studiengänge an deutschen Hochschulen auf das Deutschlernen in China negativ und schädigend auswirkt. Der erste Schritt ist dabei die Recherche von Dokumenten und Verlautbarungen der bildungs- und hochschulpolitischen Organisationen, um diesbezügliche sprachenpolitische Zusammenhänge herauszuarbeiten. Hinzu kommt die Erhebung von Daten mittels Fragebögen unter chinesischen Deutschlehrenden und -lernenden sowie chinesischen Studierenden in internationalen Studiengängen deutscher Hochschulen. Die empirischen Befunde werden schließlich im Zusammenhang mit der aktuellen Konstellation der deutschen Sprache in China ausgewertet und interpretiert. Abschließend gibt die Arbeit differenzierte, neue Impulse zum Erhalt bzw. weiteren Ausbau von Deutsch als Fremdsprache in China.

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G. Fazit und Ausblick

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1. Zusammenfassung Die vorliegende Arbeit hat den Versuch unternommen, auf eine bis dato unzurei- chend erforschte Fragestellung, nämlich die Auswirkungen der internationalen Studiengänge deutscher Hochschulen auf den Deutschunterricht im nicht- deutschsprachigen Ausland – am Beispiel von China – einzugehen. Die durch Befragungen unter Deutsch- lehrenden und -lernenden in China erlangten Er- gebnisse sind auf den ersten Blick überraschend. Gut 70 Prozent der befragten Deutschlehrenden und ca. 60 Prozent der Deutschlernenden gehen davon aus, dass einen möglichen Attraktivitätsverlust des Deutschlernens in China, der durch die englischsprachige Hochschullehre in Deutschland bewirkt wird, nicht zu befürchten ist. Der Anteil der Befragten, die in der englischsprachigen Hoch- schullehre in Deutschland eine Beschädigung für das Deutschlernen in China sehen, beträgt nur ca. 20% und 15% jeweils bei den Lehrenden und Lernenden. Dieses Ergebnis entspricht durchaus nicht der weit verbreiteten Sorge um die Existenz des Fachgebiets Deutsch als Fremdsprache, insbesondere im nicht- deutschsprachigen Ausland. Bei genauer Betrachtung bedürfen die Auswertung und Interpretation dieses Ergebnisses jedoch großer Vorsicht und tiefgehender Analyse. Eine einfache, aber nicht auszuschließende Interpretationsmöglichkeit ist, dass die Interessengruppen der deutschen Sprache in China ein geringes Be- wusstsein für ihr eigenes Gebiet und Interesse hätten. Des Weiteren muss das Ergebnis im Zusammenhang mit dem facettenreichen Zustand des Deutschler- nens in China betrachtet werden. Die kaum spürbare Befürchtung um den Sta- tusverlust des Deutschen in China durch die englischsprachige Hochschullehre in Deutschland ist zumindest vereinbar mit der positiven Entwicklung der Zah- len...

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