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Die Intention betriebswirtschaftlicher Hochschullehrer zur Beeinflussung von Werten

Konzeptionelle Entwicklung und globale empirische Überprüfung

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Dirk Moosmayer

Aus den wirtschaftlichen Turbulenzen des vergangenen Jahrzehnts leitet sich die Frage nach der Verantwortung für die Gestaltung der Wirtschaftslandschaft ab. Die Arbeit untersucht daher, ob betriebswirtschaftliche Hochschullehrer die Werte ihrer Studierenden beeinflussen wollen und entwickelt ein detailliertes konzeptionelles Modell. Zur Modellvalidierung werden deskriptive Analysen, Strukturgleichungsmodelle und Clusteranalysen auf Daten aus einer weltweiten Befragung von 1.741 betriebswirtschaftlichen Hochschullehrern angewendet. Die Analysen zeigen weltweit eine starke Intention zur Wertebeeinflussung, mit besonderer Werteskepsis in Deutschland. Die Unterstützung von Kollegen und Verbänden erwies sich als wichtige Voraussetzung für die Steigerung der Beeinflussungsintention.

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5. Entwicklung eines Modells zur Erklärung der Intention betriebswirtschaftlicher Hochschullehrer zur Beeinflussung von Werten

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Die dargestellten Erkenntnisse und Bezüge aus den Bereichen Werte, Werteent- wicklung und Möglichkeiten der Wertebeeinflussung werden im Folgenden zu einem Gesamtmodell zur Erklärung der Intention betriebswirtschaftlicher Hoch- schullehrer zur Beeinflussung von Werten157 zusammengefasst. Dazu werden theoretische Zusammenhänge diskutiert zwischen Werten der Hochschullehrer in Bezug auf ihre eigene Tätigkeit, in Bezug auf Studierende und in Bezug auf Unternehmen in ihrem Umfeld, sowie den individuellen und kollektiven Deter- minanten. Die möglichen Wirkungen der Werte der Hochschullehrer auf die wahrgenommene Möglichkeit und die Intention zur Beeinflussung von Werten werden in einem grundlegenden konzeptionellen Modell zusammengefasst. Um die Modellzusammenhänge einer empirischen Überprüfung unterziehen zu können, werden drei Ansätze unterschieden. Erstens werden deskriptive Ziel- setzungen (Z1 – Z5) formuliert, die auf die detaillierte Beschreibung der unter- suchten Konstrukte abzielen und soweit sinnvoll möglich durch komparative Hypothesen (HK1 – HK2) über die nominalen Unterschiede zwischen den Kon- strukten ergänzt werden158. Zweitens werden Hypothesen über lineare Zusam- menhänge zwischen den Konstrukten formuliert159. Diese korrelativen Hypothe- sen (HC1 – HC11) werden im Anschluss als Strukturgleichungsmodell evaluiert. Drittens werden Hypothesen formuliert, die einen Einfluss der untersuchten Konstrukte auf die Werteposition der Hochschullehrer annehmen. Zu deren Eva- luation wird eine Clusteranalyse über die drei Dimensionen Beeinflussungsin- tention, ökonomische Werte in Bezug auf die eigene Tätigkeit und gesellschaft- 157 In der Literatur (Camacho et al. 2003; Navrud & Ready 2007), wie auch in zahlreichen im Rahmen der Vorbereitung dieser Arbeit geführten Gesprächen, findet sich der Be- griff Wertetransfer....

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