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Die Intention betriebswirtschaftlicher Hochschullehrer zur Beeinflussung von Werten

Konzeptionelle Entwicklung und globale empirische Überprüfung

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Dirk Moosmayer

Aus den wirtschaftlichen Turbulenzen des vergangenen Jahrzehnts leitet sich die Frage nach der Verantwortung für die Gestaltung der Wirtschaftslandschaft ab. Die Arbeit untersucht daher, ob betriebswirtschaftliche Hochschullehrer die Werte ihrer Studierenden beeinflussen wollen und entwickelt ein detailliertes konzeptionelles Modell. Zur Modellvalidierung werden deskriptive Analysen, Strukturgleichungsmodelle und Clusteranalysen auf Daten aus einer weltweiten Befragung von 1.741 betriebswirtschaftlichen Hochschullehrern angewendet. Die Analysen zeigen weltweit eine starke Intention zur Wertebeeinflussung, mit besonderer Werteskepsis in Deutschland. Die Unterstützung von Kollegen und Verbänden erwies sich als wichtige Voraussetzung für die Steigerung der Beeinflussungsintention.

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8. Einordnung und Diskussion der Ergebnisse mit Zusammenfassung und Ausblick

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Im Folgenden sollen zunächst zentrale Ergebnisse der vorgestellten empirischen Untersuchung wieder aufgegriffen werden und in Bezug gesetzt werden zu For- schungsergebnissen, die in den Kapiteln 3 und 4 diskutiert wurden. Dadurch soll aufgezeigt werden, inwieweit die hier gewonnenen Erkenntnisse mit bisheriger Werteforschung in Einklang stehen, ihr widersprechen oder über sie hinaus ge- hen (8.1). Anschließend soll diskutiert werden, wie die Ergebnisse in der be- triebswirtschaftlichen Wissenschaftsgemeinschaft wirken könnten (8.2). Dabei sollen in Übereinstimmung mit dem einleitend formulierten Verständnis keine Handlungsempfehlungen abgeleitet werden, sondern Impulse gegeben werden für mögliche Diskussionen über eine Anwendung der Ergebnisse. Anschließend werden die in der Arbeit gewonnenen Erkenntnisse zusammengefasst, bevor sie mit einer Schlussbemerkung endet. 8.1. Einordnung der Ergebnisse in bestehende Forschungsstränge Die vorliegende Arbeit hat auf dem allgemeinen Verständnis von Werten als Konzeptionen des Wünschenswerten nach Kluckhohn (1951) aufgebaut. Es wurden eine ökonomische und eine gesellschaftliche Werteperspektive unter- schieden, die auf verschiedene Anwendungskontexte bezogen werden konnten. Die verwendeten Werteperspektiven nahmen Bezug auf den Wertedipol Selbst- bezug versus Selbsttranszendenz von Schwartz (1992). Die in dieser Arbeit vollzogene Übertragung in verschiedene Anwendungskontexte hat sich bewährt, indem sie zu sinnvollen Ergebnissen führte. Insbesondere konnten diese Per- spektiven der traditionellen Werteforschung mit aktuellen akademischen Debat- ten in Verbindung gebracht werden. So spiegelt sich in Diskussionen um New Public Management und Academic Entrepreneurship eine ökonomische, selbst- bezogene Werteposition wieder. Deren Abwägung gegen eher gesellschaftlich- orientierte akademische Wertepositionen erfolgt in Debatten um Mode 2 (Tran- field & Starkey 1998)...

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