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Literarische Konstruktionen autobiographischer Subjektivität in der «nouvelle autobiographie»

Samuel Beckett – Nathalie Sarraute – Claude Simon

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Christiane Sauer

Ausgehend von den Essais Montaignes und den Confessions Rousseaus, untersucht die Arbeit Prämissen neueren autobiographischen Schreibens in Frankreich unter Referenz auf zeitgenössische französische Theoriebildungen. Die aus dem nouveau roman hervorgehende nouvelle autobiographie setzt sich aus dokumentarischen bzw. biographischen, (meta-)fiktionalen und (meta-)reflexiven Textfragmenten zusammen, in deren Montage sich die Brüchigkeit und Fragwürdigkeit von Identität spiegelt. Der Hauptteil geht der Frage nach, wie Samuel Beckett, Nathalie Sarraute und Claude Simon in Abkehr von der anti-subjektivistischen Poetik des nouveau roman in ihren zur nouvelle autobiographie zählenden Texten Compagnie, Enfance und Le Jardin des Plantes neue Formen autobiographischer Subjektivität konstituieren. Diese ergibt sich aus dem Zusammenspiel von (Meta-)Reflexion des Schreibprozesses, Werkaufarbeitung und Sprachkonzeption der Autoren und wird im Text in einem performativen Akt ästhetisch realisiert. Die im Text generierte autobiographische Subjektivität verweist nicht mehr auf den Autor als empirische Person, sondern auf eine ästhetische Konzeption, durch die sich ein Künstlersubjekt definiert.

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Literarische Konstruktionen autobiographischer Subjektivität in der nouvelle autobiographie Samuel Beckett – Nathalie Sarraute – Claude Simon Christiane Petra Sauer EH S PEtEr Lang · academic research XIII / 298 Christiane Petra Sauer, Studium Englisch / Französisch an der Universität Erlan- gen-Nürnberg (1998-2005) und an der Université d‘Aix-en-Provence (2001-2002); Promotion in französischer Literaturwissenschaft an der Universität Erlangen- Nürnberg. A usgehend von den Essais Montaignes und den Confessions Rousseaus, untersucht die Arbeit Prämissen neueren autobiographischen Schrei-bens in Frankreich unter Referenz auf zeitgenössische französische Theoriebildungen. Die aus dem nouveau roman hervorgehende nouvelle auto- biographie setzt sich aus dokumentarischen bzw. biographischen, (meta-)fikti- onalen und (meta-)reflexiven Textfragmenten zusammen, in deren Montage sich die Brüchigkeit und Fragwürdigkeit von Identität spiegelt. Der Hauptteil geht der Frage nach, wie Samuel Beckett, Nathalie Sarraute und Claude Simon in Abkehr von der anti-subjektivistischen Poetik des nouveau roman in ihren zur nouvelle autobiographie zählenden Texten Compagnie, Enfance und Le Jardin des Plantes neue Formen autobiographischer Subjektivität konstituieren. Diese ergibt sich aus dem Zusammenspiel von (Meta-)Reflexion des Schreibprozes- ses, Werkaufarbeitung und Sprachkonzeption der Autoren und wird im Text in einem performativen Akt ästhetisch realisiert. Die im Text generierte auto- biographische Subjektivität verweist nicht mehr auf den Autor als empirische Person, sondern auf eine ästhetische Konzeption, durch die sich ein Künstler- subjekt definiert. www.peterlang.comISBN 978-3-631-62550-7 C . P . S au er · Li te ra ri sc h e K o n st ru kt io n...

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