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Geheimhaltung und Offenlegung bei der Due Diligence anlässlich der Vorbereitung eines Unternehmens- bzw. Beteiligungskaufs

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Julia Launhard

Der anglo-amerikanische Einfluss auf die deutsche Rechtspraxis, insbesondere im Bereich der Unternehmenskaufverträge, ist in den vergangenen beiden Dekaden stetig gewachsen. Die Durchführung einer Due Diligence ist geradezu selbstverständlich, wobei die erforderlichen Informationen lediglich das Management der Zielgesellschaft selbst geben kann. Falls dieses zur Durchführung der Due Diligence nicht bereit ist, beruft es sich auf seine Pflicht zur Geheimhaltung und dem entgegenstehenden «Unternehmensinteresse». Die Autorin untersucht diesen Konflikt nach den unterschiedlichen Regeln für Aktiengesellschaft, Gesellschaft mbH und KG sowie für kapitalmarktaktive Gesellschaften.

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A. Einleitung

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I. Einführung in das Thema Die Zahl der Unternehmenskäufe und -beteiligungen auf nationaler und interna- tionaler Ebene ist in den letzten Jahren stetig weiter gestiegen. Im Zuge dessen hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass die Größe eines Unternehmens nicht der einzige Faktor ist, der eine Transaktion zu einem Erfolg werden lässt, son- dern dass das Erreichen von strategischen Vorteilen und Synergien ebenso wich- tig ist und dass dies eine sorgfältige Vorbereitung der Transaktion voraussetzt1. Misserfolge sind oft auf mangelnde Kenntnisse über das erworbene Unterneh- men zurückzuführen; in Extremfällen wären Transaktionen nicht durchgeführt worden, wenn man von manchen Umständen und Problemfeldern des Zielunter- nehmens gewusst hätte2. Um etwaige Missstände festzustellen, werden detail- lierte Informationen über das Unternehmen benötigt. Diese können im Rahmen der Due Diligence erlangt werden. Unter Due Diligence versteht man allgemein eine systematische rechtliche und betriebswirtschaftliche Analyse des Unternehmens. Die Due Diligence war vor noch einem Jahrzehnt in Deutschland praktisch unbekannt war und hat sich unter anderem zu einem wesentlichen Bestandteil von Unternehmenskäufen, Fu- sionen, Verschmelzungen oder größeren Kreditfinanzierungen entwickelt. Es gibt selten Unternehmenskäufe oder einen Erwerb von Beteiligungen, ohne dass eine solche Prüfung vorausgeht. Nachdem zunächst die Due Diligence vermehrt bei Großunternehmen durchgeführt wurde, setzt sie sich inzwischen auch bei mittelständischen Unternehmen durch3 und kommt somit bei allen Rechtsformen, in denen Unternehmen organisiert sind, nämlich Aktiengesellschaften, Gesell- schaften mit beschränkter Haftung und Personengesellschaften,...

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