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Geheimhaltung und Offenlegung bei der Due Diligence anlässlich der Vorbereitung eines Unternehmens- bzw. Beteiligungskaufs

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Julia Launhard

Der anglo-amerikanische Einfluss auf die deutsche Rechtspraxis, insbesondere im Bereich der Unternehmenskaufverträge, ist in den vergangenen beiden Dekaden stetig gewachsen. Die Durchführung einer Due Diligence ist geradezu selbstverständlich, wobei die erforderlichen Informationen lediglich das Management der Zielgesellschaft selbst geben kann. Falls dieses zur Durchführung der Due Diligence nicht bereit ist, beruft es sich auf seine Pflicht zur Geheimhaltung und dem entgegenstehenden «Unternehmensinteresse». Die Autorin untersucht diesen Konflikt nach den unterschiedlichen Regeln für Aktiengesellschaft, Gesellschaft mbH und KG sowie für kapitalmarktaktive Gesellschaften.

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G. Information und Geheimhaltung im Handelsgesetzbuch

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209 G. Information und Geheimhaltung im Handels- gesetzbuch Auch in einer Personengesellschaft kann das Interesse bestehen, eine Due Dili- gence durchzuführen. Obwohl diese Prüfung überwiegend in Großunternehmen, die meist in den Rechtsformen der Aktiengesellschaft oder Gesellschaft mit be- schränkter Haftung organisiert sind, vorgenommen werden, wird die Durchfüh- rung auch im Mittelstand, der sich häufig der Rechtsformen der Personengesell- schaften bedient, immer üblicher820. Hier sind Personenhandelsgesellschaften mit und ohne beschränkte Haftung die Rechtsformen, bei welchen die Due Diligence durchgeführt wird. Es eröffnet sich daher die in der Literatur noch selten erörterte Frage, ob und wenn ja, auf welche Weise eine Due Diligence in einer Personenhandelsgesell- schaft durchgeführt werden kann. Zu differenzieren ist hierbei zwischen der rechtlichen Situation des persönlich haftenden, geschäftsführenden Gesellschaf- ters in der OHG oder der KG und der des Kommanditisten in der KG. Daneben ist zu untersuchen, ob die Ausformung der KG als GmbH & Co KG oder Publi- kumskommanditgesellschaft zu unterschiedlichen Ergebnissen führt. Informationsansprüche des potentiellen Erwerbers gegen die Geschäftsfüh- rung bestehen nicht; seine eventuell bestehenden vorvertraglichen Ansprüche auf Auskunft gegen den verkaufenden Kommanditisten sollen hier nicht erörtert werden821. I. Informationsansprüche des geschäftsführenden Gesellschafters in OHG und KG Für einen geschäftsführenden, persönlich haftenden Gesellschafter sind nur zwei Möglichkeiten denkbar, Informationen zu erlangen: Es ist zu untersuchen, ob er zum Zwecke der Durchführung eine Due Diligence Zugang zu Informationen im...

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