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Akten des XII. Internationalen Germanistenkongresses Warschau 2010- Vielheit und Einheit der Germanistik weltweit

Interkulturalität als Herausforderung und Forschungsparadigma der Literatur und Medienwissenschaft- Sprachliche Höflichkeit zwischen Etikette und kommunikativer Kompetenz: linguistische, interkulturelle und didaktische Überlegungen -Mitherausgeber:

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Edited By Franciszek Grucza, Ortrud Gutjahr and Eva Neuland

Der Band enthält die Beiträge von zwei Sektionen des Warschauer IVG-Kongresses. Die Beiträge der Sektion Interkulturalität als Herausforderung und Forschungsparadigma der Literatur- und Medienwissenschaft (betreut und bearbeitet von Ortrud Gutjahr, Deniz Göktürk, Alexander Honold) präsentieren ein breites Feld an literatur- und kulturwissenschaftlichen Zugängen zur Interkulturalitätsforschung. Schwerpunkte bilden literarische Formen der Überwindung des nationalen Paradigmas in der sozialen und individuellen Identitätskonstruktion, Modalitäten der Bestimmung eines «dritten Raums» vor dem Hintergrund der großen Migrationswellen und des zunehmenden Globalisierungsprozesses. Dabei wird auch auf zahlreiche mit diesem Problemfeld eng verbundene bildungspolitische und glottodidaktische Fragen eingegangen. Die Beiträge der Sektion Sprachliche Höflichkeit zwischen Etikette und kommunikativer Kompetenz: linguistische, interkulturelle und didaktische Überlegungen (betreut und bearbeitet von Claus Ehrhardt, Eva Neuland, Hitoshi Yamashita) stellen einen repräsentativen Querschnitt der verschiedenen Forschungsansätze in der heutigen Höflichkeitsforschung dar. Höflichkeit erweist sich so als ein linguistisches Forschungsfeld, in dem sprachwissenschaftliche, kultur- und glottodidaktische, sozialwissenschaftliche, kulturlinguistische und pragmalinguistische Fragestellungen unter einem gemeinsamen Erkenntnisinteresse subsumiert werden können.

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Sektion (21): Interkulturalität als Herausforderung und Forschungsparadigma der Literatur- und Medienwissenschaft. Betreut und bearbeitet von Ortrud Gutjahr, Deniz Göktürk und Alexander Honold

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Sektion (21) Interkulturalität als Herausforderung und Forschungsparadigma der Literatur- und Medienwissenschaft Betreut und bearbeitet von Ortrud Gutjahr, Deniz Göktürk und Alexander Honold I Forschungsparadigma Interkulturalität ORTRUD GUTJAHR (Deutschland, Hamburg) Interkulturalität als Forschungsparadigma und Herausforderung der Germanistik Interkulturalität ist ein deutungsoffener, vielfältig einsetzbarer Begriff. Ge- rade dieser Vorteil macht ihn aber auch verdächtig, unterschiedlichsten Ab- sichten, wenn nicht gar unvereinbaren Zwecken zu dienen. Ein Blick auf die Tagungsankündigungen und Titel von Publikationen der letzten Jahre ver- deutlicht unschwer, dass der Terminus Interkulturalität bevorzugt eingesetzt wird, um einen angesagten Analysefokus für wie auch immer geartete, über- greifende kulturelle Zusammenhänge anzuzeigen. Doch auch im außerwis- senschaftlichen Sprachgebrauch erfreut sich der Begriff großer Beliebtheit und wird in allgemeinen Statements zur Lage der Nation, wohlmeinenden Sonntagsreden zur Integrationsdebatte und in Fortbildungsseminaren zur Verbesserung der Kommunikation mit ausländischen Geschäftspartnern ebenso selbstverständlich eingesetzt wie in kommerziellen Werbekampagnen im Dienste der Imagepflege auf dem Weltmarkt. Die Verwendung des Ter- minus Interkulturalität eignet sich offensichtlich gut dafür, sich als jemand zu präsentieren, der die Zeichen der globalen Zeit erkannt hat – und dies ist in Politik und Wirtschaft kaum anders als in der Wissenschaft. Wie die häufige Nennung des Begriffs nicht zuletzt auch in Vortragstiteln beim IVG- Kongress 2010 in Warschau anzeigt, kennzeichnet er Lehr- und Forschungs- schwerpunkte wie Interkulturelle Germanistik oder Interkulturelle Literatur- und Medienwissenschaft und überdies ein zentrales Forschungsparadigma (T. S. Kuhn 1967), mithin eine auf breiter...

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