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Medien als Mittel urbaner Kommunikation

Kontrastive Perspektiven Französisch – Deutsch

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Ramona Schröpf

Dieser Band beschäftigt sich mit den vielgestaltigen Aspekten der medialen Kommunikation. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Stadt als kommunikativem Raum, in dem eine Sammlung verschiedener Texte und Textsorten auf den unterschiedlichsten Trägern anzutreffen ist. Die Bandbreite der untersuchten Korpora reicht dabei von Straßen- und Verbotsschildern über Geschäftsbeschriftungen von Friseursalons, Modeboutiquen und Restaurants bis hin zu einer für den urbanen Raum besonders typischen Textsorte, den Graffiti. Es wird ein breiter Medienbegriff zugrunde gelegt, so dass das Medium einerseits als materieller «Träger» der Botschaft verstanden wird und andererseits auch die klassischen Massenmedien wie Fernsehen oder Presse sowie das Individualmedium Mobiltelefon Berücksichtigung finden.

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Jakob F. DITTMAR: Graffiti als En-Passant-Medien im städtischen Raum

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Graffiti als En-Passant-Medien im städtischen Raum Jakob F. DITTMAR 1 Vorbemerkung Im öffentlichen Raum sind Mitteilungen an allen möglichen und unmög- lichen Orten zu finden, nicht zuletzt auf den Hosenböden mancher Pas- santen. Aber auch an gebauter Infrastruktur finden sich Mitteilungen: Bilder, Texte und Mischungen aus beidem. Dabei ist die Lesbarkeit von Bildern und Texten unterschiedlich hoch, da sie unterschiedliche Men- gen kulturellen Vorwissens benötigen. Graffiti stehen im öffentlichen Raum neben Textilien, Tattoos, Verpa- ckungen und anderen Mitteilungsmedien. Dabei vereint die Gruppe der En-Passant-Medien die verschiedensten Objekte, mit deren Hilfe die Prä- sentation von Themen im öffentlichen Raum auf den verschiedensten Trägermedien geschieht. Im Folgenden werden zunächst die begrifflichen Grundlagen zu En- Passant-Medien und Bild-Text-Kommunikation in aller Kürze darge- stellt, da sie in diesem Zusammenhang wesentlich sind. Anschließend wird auf Graffiti aus der beschriebenen Perspektive eingegangen. 2 Hintergrund 2.1 Definition En-Passant-Medien Ein Objekt ist aufgrund seiner zusätzlichen Mitteilungsfunktion En- Passant-Medium. Dabei ist das Nebeneinander der Funktionen wesent- lich: Objekte sind nebenbei auch Informationsträger. En-Passant-Medien definieren sich entsprechend darüber, dass sie auf einem Objekt oder Artefakt aufgebrachte Informationen tragen, die ihm eine zusätzliche 58 Jakob F. Dittmar Bedeutung geben, die dieses sonst nicht trüge. Entsprechend sind En- Passant-Medien in ihrem jeweiligen Hauptzweck divers, als Nebenfunk- tion sind sie Präsentationsfläche für Mitteilungen oder Kommunikatio- nen. Unterschieden werden können innerhalb des En-Passant-Mediums ver- schiedene Aspekte oder Ebenen, die jeweils ganz andere Fragen und Zu-...

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