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Medien als Mittel urbaner Kommunikation

Kontrastive Perspektiven Französisch – Deutsch

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Edited By Ramona Schröpf

Dieser Band beschäftigt sich mit den vielgestaltigen Aspekten der medialen Kommunikation. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Stadt als kommunikativem Raum, in dem eine Sammlung verschiedener Texte und Textsorten auf den unterschiedlichsten Trägern anzutreffen ist. Die Bandbreite der untersuchten Korpora reicht dabei von Straßen- und Verbotsschildern über Geschäftsbeschriftungen von Friseursalons, Modeboutiquen und Restaurants bis hin zu einer für den urbanen Raum besonders typischen Textsorte, den Graffiti. Es wird ein breiter Medienbegriff zugrunde gelegt, so dass das Medium einerseits als materieller «Träger» der Botschaft verstanden wird und andererseits auch die klassischen Massenmedien wie Fernsehen oder Presse sowie das Individualmedium Mobiltelefon Berücksichtigung finden.

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Andrea WURM: „Zwiebelsuppe à la Escoffier“. Speisekarten und Speisenbezeichnungen und ihre historische Entwicklung unter dem Einfluss französischer Esskultur

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„Zwiebelsuppe à la Escoffier“ Speisekarten und Speisenbezeichnungen und ihre historische Entwicklung unter dem Einfluss französischer Esskultur Andrea WURM 1 Einleitung Beim Gang durch die Gassen irgendeiner Altstadt begegnet man meist recht vielen handgeschriebenen Tafeln, die mit ihrem Angebot den Fla- neur in die Restaurants locken sollen. Mit Kreide angeschrieben finden sich auf diesen Tafeln Bezeichnungen für Gerichte, die entweder durch die Erlesenheit der verarbeiteten Zutaten - oder aber durch den Exotis- mus der Bezeichnungen selbst werbewirksam werden sollen. Das kom- plette Angebot der Restaurants kann man oft den neben der Eingangstür ausgehängten Speisekarten entnehmen. Sie sind die bescheideneren Vet- tern der auf der Straße platzierten Schiefertafeln, doch beide sind ein Medium der urbanen Kommunikation. Die Restaurantbesitzer oder Kö- che preisen damit ihr Produkt an, die potentiellen Kunden rezipieren auf ihrem Gang durch die Stadt zwangsläufig dieses Angebot und können darauf reagieren. In diesem Artikel werden derartige Menütafeln zunächst in ihren Ur- sprungskontext eingeordnet, bevor die Entwicklungsgeschichte und der Aufbau von Speisenbezeichnungen selbst Gegenstand der Darstellung sind. Der Hauptteil der Arbeit widmet sich der explorativen Untersu- chung eines in diesem Zusammenhang auftretenden, komplexen Phä- nomens, nämlich der Intransparenz von Speisenbezeichnungen sowie ihren Ursachen und Wirkungen. Denn die Bezeichnungen von Gerich- ten, ihren Bestandteilen und Zubereitungsarten sind keineswegs allen Rezipienten bekannt. Ihre Dekodierung hängt von zahlreichen Faktoren 74 Andrea Wurm ab. Im Folgenden wird die Hypothese vertreten, dass kulinarische Kommunikation, die sich fachlicher, fremdsprachiger und/oder im Trend liegender Lexik bedient,...

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