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Medien als Mittel urbaner Kommunikation

Kontrastive Perspektiven Französisch – Deutsch

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Ramona Schröpf

Dieser Band beschäftigt sich mit den vielgestaltigen Aspekten der medialen Kommunikation. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Stadt als kommunikativem Raum, in dem eine Sammlung verschiedener Texte und Textsorten auf den unterschiedlichsten Trägern anzutreffen ist. Die Bandbreite der untersuchten Korpora reicht dabei von Straßen- und Verbotsschildern über Geschäftsbeschriftungen von Friseursalons, Modeboutiquen und Restaurants bis hin zu einer für den urbanen Raum besonders typischen Textsorte, den Graffiti. Es wird ein breiter Medienbegriff zugrunde gelegt, so dass das Medium einerseits als materieller «Träger» der Botschaft verstanden wird und andererseits auch die klassischen Massenmedien wie Fernsehen oder Presse sowie das Individualmedium Mobiltelefon Berücksichtigung finden.

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Hans W. GIESSEN: Zur Nutzung von Handy TV. Ergebnisse einer Befragung im urbanisierten saarländisch-lothringischen Grenzraum

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Zur Nutzung von Handy TV. Ergebnisse einer Befragung im urbanisierten saarländisch-lothringischen Grenzraum Hans W. GIESSEN 1 Einleitung An anderer Stelle (Giessen 2008) habe ich bereits versucht, zu beschrei- ben, dass und wie sich unterschiedliche Medien auf die Gestaltung von (für das jeweilige Medium produzierten) Bewegtbildpräsentationen und insbesondere Videofilmen auswirken. Offenbar ist die jeweilige Nutzer- situation bestimmend. Ein Beispiel soll dies kurz verdeutlichen: Eine Kinoleinwand ist groß; um sie angemessen zu füllen, muss man detailreiche Bildkompositionen er- stellen – damit die Zuschauer ein solches detailreiches Bild ganz erfassen können, muss das Bild jedoch relativ lange stehen; die Schnitte dürfen also nicht allzu schnell aufeinander erfolgen. Das Fernsehbild und erst recht das Bewegtbildframe auf dem Computer-Monitor sind allerdings wesentlich kleiner. Hier würde ein zu detailreiches Bild unübersichtlich und – im Gegensatz zur Kinoleinwand – wenig eindrucksvoll wirken. Deshalb sind Halbtotalen oder gar Großaufnahmen für diese Medien üblich geworden. Großaufnahmen werden aber natürlich leichter und schneller erfasst, mit der Folge, dass das Bild auch schneller langweilt. Daher (und weil das Publikum, im Gegensatz zum Kinozuschauer, weg- zappen oder sich durch ein multimediales Angebote weiterklicken kann) sind bei Produktionen für diese Medien schnellere Schnitt notwendig, um die Aufmerksamkeit immer wieder an die Bewegtbild- beziehungs- weise Videoproduktion zu binden. Das Beispiel macht deutlich, dass die Erarbeitung einer Systematik zwi- schen unterschiedlichen Medien und einer medienadäquaten Gestaltung 152 Hans Giessen der Bewegtbildpräsentationen nicht nur theoretische Überlegungen sind. Vielmehr haben die unterschiedlichen Nutzersituationen entscheidende Auswirkungen...

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