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Die «Best Execution» im deutschen Wertpapierhandel gemäß § 33a WpHG

Der mit der europäischen MiFID bezweckte Anlegerschutz und seine Berücksichtigung im nationalen Aufsichts- und Haftungsrecht

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Dörthe Imberg

Die Arbeit thematisiert die bestmögliche Auftragsausführung in Wertpapiergeschäften durch die Wertpapierdienstleistungsunternehmen gemäß § 33a WpHG. Für mögliche Pflichtverstöße und ihre Folgen wird das Verhältnis von Zivil- und Aufsichtsrecht beleuchtet, das auch nach Umsetzung der europäischen Finanzmarktrichtlinie unklar ist. Durch rechtsgebietsübergreifende Auslegung und Begutachtung der Rechtsprechung zum Schutzgesetzcharakter einer WpHG-Norm kommt die Autorin zu einem abhängig vom Haftungssubjekt differenzierten Ergebnis hinsichtlich der Gefahr einer vertraglichen und deliktischen Haftung. Sie entwickelt Muster-Ausführungsgrundsätze zur Erzielung eines effektiven Anlegerschutzes als zugleich wettbewerbliche Chance für die Unternehmen zur Stärkung des Vertrauens in die Finanzmärkte.

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5. Kapitel: Das Treffen angemessener Vorkehrungengem. § 33a Abs. 1 Nr. 1 WpHG

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83 5. Kapitel: Das Treffen angemessener Vorkehrungen gem. § 33a Abs. 1 Nr. 1 WpHG A. Das Aufstellen der Ausführungsgrundsätze gem. § 33a Abs. 1 Nr. 1 HS 1, Abs. 2, Abs. 3, Abs. 5 WpHG I. Die Analyse der Ausführungsplätze und die Gewichtung der Kriterien Gem. Art. 21 Abs. 1 S. 1 MiFID schreiben die Mitgliedstaaten vor, dass Wpdu bei der Ausführung von Aufträgen unter Berücksichtigung des Kurses, der Kosten, der Schnellig- keit, der Wahrscheinlichkeit der Ausführung und Abwicklung des Umfangs, der Art und aller sonstigen, für die Auftragsausführung relevanten Aspekte alle angemessenen Maß- nahmen ergreifen, um das bestmögliche Ergebnis für ihre Kunden zu erreichen. Nach Art. 21 Abs. 6 lit. a) MiFID bestimmt die Europäische Kommission die Kriterien, nach denen die relative Bedeutung der verschiedenen Faktoren bestimmt wird, die gem. Absatz 1 herangezogen werden können, um das bestmögliche Ergebnis unter Berücksichtigung des Umfangs, der Art des Auftrags und des Kundentyps zu ermitteln. Die Kommission ist diesem Auftrag mit Art. 44 Abs. 1 S. 1 DRL nachgekommen und hat festgelegt, dass die relative Bedeutung unter Berücksichtigung a) der Merkmale des Kunden und dessen Einstufung als Privatkunde oder professioneller Kunde, b) der Merkmale des Kundenauf- trags, c) der Merkmale der Finanzinstrumente, die Gegenstand des betreffenden Auftrags sind und d) der Merkmale der Ausführungsplätze, an die der Auftrag weitergeleitet wer- den kann, bestimmt wird. Der deutsche Gesetzgeber hat die Ausführungen der Kommis-...

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