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Auslegung des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) und Rechtsfolgen einer «fehlerhaften» Auslegung

Unter besonderer Berücksichtigung der «Diversity»-Empfehlungen

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Kristen Huttner

Der seit 2002 geltende Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK) regelt bewusst bloße Grundsätze guter Unternehmensführung. Die jüngsten Empfehlungen zu mehr Vielfalt («Diversity») in Vorstand, Aufsichtsrat und Führungsfunktionen und insbesondere zur angemessenen Beteiligung von Frauen haben eine gesellschaftspolitische Debatte über die Vertretung von Frauen in Managementpositionen angestoßen sowie eine Reihe von neuen rechtlichen Fragen aufgeworfen. Der Arbeit liegen daher zwei wesentliche Zielsetzungen zugrunde, die in zwei Teilen erörtert werden: Im ersten Teil der Arbeit wird der Frage nachgegangen, wie die geltenden Regelungen und insbesondere die Empfehlungen des Kodex zu mehr Vielfalt (Diversity) auszulegen sind. Im zweiten Teil werden die Rechtsfolgen einer fehlerhaften Auslegung und die zu Kodex-Verstößen ergangene höchstrichterliche Rechtsprechung untersucht. Im Zentrum steht dabei die Frage, ob und inwieweit Vorstand und Aufsichtsrat ein unternehmerisches Ermessen bzw. ein vergleichbarer Spielraum bei Auslegung und Anwendung des Kodex zustehen.

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Inhaltsverzeichnis

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Abkürzungsverzeichnis............................................................................................... XV A. Einführung ................................................................................................................. 1 I. Problemaufriss ......................................................................................................... 1 II. Erkenntnisinteresse und Fragestellungen ............................................................... 3 III. Themenabgrenzung ............................................................................................... 4 1. Gesetzliche Einführung einer Quotenregelung ................................................... 6 2. Ergebnis ........................................................................................................................ 9 IV. Gang der Untersuchung ........................................................................................ 9 1. Erster Teil ................................................................................................................... 10 2. Zweiter Teil ....................................................................................................... 11 B. Teil 1: Auslegung und Anwendung „unbestimmter“ Rechtsbegriffe in den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK)....................... 13 Kapitel 1: Der deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK)............................. 13 I. Begriffliche Grundlagen............................................................................................ 13 II. Die Entwicklung von Corporate Governance ....................................................... 15 1. Internationale Corporate Governance-Entwicklung ......................................... 15 2. Die Corporate Governance-Entwicklung in Deutschland ................................ 16 III. Ziele des DCGK ...................................................................................................... 19 IV. Rechtsqualität des Deutschen Corporate Governance Kodex ........................... 21 1. Kategorien von Regelungen im Kodex............................................................... 22 2. „Soft law“ - Charakter des DCGK ...................................................................... 23 3. Rechtsnormqualität des Kodex über § 161 AktG.............................................. 25 a) Entsprechenserklärung nach § 161 AktG........................................................... 25 b) Meinungsstand in der Literatur ........................................................................... 25 c) Übersicht über ähnliche Regelungsinstrumente ................................................ 27 aa) Inhalt der Kodex-Empfehlungen als (Handels-) Gewohnheitsrecht ............. 27 bb) Inhalt der Kodex-Empfehlungen als Handelsbrauch...................................... 28 cc) Vergleich der Kodex-Empfehlungen mit den Rechungslegungs- standards ..................................................................................................................... 29 dd) Vergleich der Kodex-Empfehlungen mit den DIN-Normen ......................... 31 ee) Einordnung des DCGK als Rechtsgeschäft...................................................... 32 d) Faktische Bindungswirkung ................................................................................ 33 aa) Faktische Bindungswirkung aufgrund Akzeptanz in der Praxis ................... 34 bb) Faktische Bindungswirkung aufgrund der Reaktion des Kapitalmarktes.... 35 cc) Faktische Bindungswirkung aufgrund sonstiger Zwänge .............................. 36 e) Stellungnahme ....................................................................................................... 37 V. Verfassungsrechtliche Bedenken............................................................................ 39 VI. Zusammenfassung und Endergebnis .................................................................... 42 Kapitel 2: Auslegung unbestimmter Rechtsbegriffe in Gesetzen ............................. 45 I. „Unbestimmte“ Rechtsbegriffe ................................................................................ 45 1. Begriffliche Grundlagen ....................................................................................... 46 2. Zulässigkeit unbestimmter...

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