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Akten des XII. Internationalen Germanistenkongresses Warschau 2010- Vielheit und Einheit der Germanistik weltweit

Interkulturelles Verstehen und Kontrastives Vergleichen- Formen literarischer und intellektueller Zusammenarbeit -Mitherausgeber: Teruaki Takahashi, Julian Preece und Dagmar C.G. Lorenz

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Edited By Franciszek Grucza, Julian Ernest Preece and Teruaki Takahashi

Der Band enthält die Beiträge von zwei Sektionen des Warschauer IVG-Kongresses. Die Vorträge der Sektion Interkulturelles Verstehen und Kontrastives Vergleichen (betreut und bearbeitet von Teruaki Takahashi) bieten ein vielfarbiges Spektrum der unterschiedlichen (literatur-, kultur- und sprachwissenschaftlichen, kulturlinguistischen und glottodidaktischen) Zugänge zur Dialogforschung. Thematisiert werden Lern- und Lehrkonzepte, translationsbezogene Probleme, wirkungsästhetische Fragen, rezeptionsgeschichtliche Ansätze, die in Zeiten der Globalisierung und Lokalisierung in den Vordergrund rücken. Die Sektion Formen literarischer und intellektueller Zusammenarbeit (betreut und bearbeitet von Julian Preece, Dagmar C. G. Lorenz) präsentiert Studien über verschiedene Formen der Kommunikation zum Zwecke einer literarischen oder intellektuellen Synergie. Untersucht werden literarische Gesellschaften, unterschiedliche Formen der Zusammenarbeit, Interessensgemeinschaften, Wahlverwandtschaften und Freundschaften von AutorInnen und Intellektuellen.

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Sektion (58): Interkulturelles Verstehen und kontrastives Vergleichen. Betreut und bearbeitet von Teruaki Takahashi

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Sektion (58) Interkulturelles Verstehen und kontrastives Vergleichen Betreut und bearbeitet von Teruaki Takahashi Einleitung TERUAKI TAKAHASHI Wissenschaften sind jeweils durch die Kultur bestimmt, in der sie betrieben werden und mithin verwurzelt sind. Wissenschaft selbst ist deshalb ein Kul- turphänomen. Insofern ist auch die Germanistik je nach den Kulturen, in denen sie betrieben wird, anders geartet. Wenn diese Prämisse mit dem Pos- tulat der Multikulturalität verknüpft wird, bleibt jeder wissenschaftlichen Beschäftigung mit dem Fremdkulturellen methodisch nur der Weg, jeweils über ihren eigenen kulturellen Standort zu reflektieren und diesen durch Ver- gleich mit der fremden Kultur, der ihre Gegenstände angehören, zu bestim- men. So wird für jede wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Fremd- kulturellen eine kulturkomparatistische Ausrichtung notwendigerweise in Anspruch genommen. Dagegen scheint die Germanistik, wenn sie in den deutschsprachigen Ländern betrieben wird, nicht mit dem Fremdkulturellen, sondern nur mit dem Eigenen beschäftigt zu sein. Wenn sie aber deutschspra- chige Kulturphänomene und mithin sich selbst im multikulturellen Kontext der heutigen Welt verstehen und auch Angehörigen fremder Kulturen erklä- ren will, sollte sie auch in den deutschsprachigen Ländern kulturkomparatis- tisch ausgerichtet sein. Das Vergleichen besteht, um mit Leibniz zu formulieren, darin, „zu be- achten, worin zwei Dinge übereinstimmen und worin sie verschieden sind, so dass aus der Erkenntnis des einen das andere erkannt wird“1. Der Vergleich ist also eine Erkenntnisoperation und führt dazu, Gemeinsamkeiten bzw. Parallelen und Unterschiede bzw. Eigenheiten von einander gegenüberge- stellten Dingen bzw....

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