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Soziale Netzwerke im Internet – Eine Gefahr für das Persönlichkeitsrecht?

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Carlo Piltz

Soziale Netzwerke im Internet, wie z.B. Facebook, sind Teil des alltäglichen Lebens geworden. Die Arbeit widmet sich den persönlichkeits- und im Besonderen datenschutzrechtlichen Problemen und Gefahren, die bei der Nutzung solcher Dienste im Internet auftreten. Dies beginnt bereits bei der Findung des einschlägigen anwendbaren Rechts, setzt sich in der Übertragung von Nutzungsrechten an eingestellten Inhalten, der Problematik der datenschutzrechtlichen Verantwortlichkeit und etwa der rechtskonformen Erteilung einer Einwilligung durch die Nutzer fort. Dabei arbeitet die Untersuchung praxisnah mit den derzeit geltenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen populärer Anbieter sozialer Netzwerke und den dort angebotenen Funktionen für die Nutzer.

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1 Einleitung

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1.1 Allgemein Dass das Internet unser Leben grundlegend verändert hat, kann wohl kaum be- stritten werden. Dies impliziert nicht von vornherein eine negative Veränderung. Durch mannigfaltige Kommunikationsmöglichkeiten, umfassende Suchfunktio- nen, neue Informationsquellen und andere Internetangebote wird unser Leben bereichert und um neue persönliche, gesellschaftliche und wirtschaftliche Chan- cen erweitert. Ein Teil dieser technischen Neuerungen der letzten Jahre ist das sog. Web 2.0. Darunter sind Angebote im Internet zu verstehen, welche die User nicht mehr nur als passive Konsumenten begreifen, sondern ihnen aktive Mitwir- kungsmöglichkeiten geben, indem sie eigene Inhalte, durchaus in großem Um- fang, erstellen und bearbeiten.1 Die Attraktivität von Web 2.0 Anwendungen liegt gerade darin begründet, durch die Darstellung seiner eigenen Online- Persönlichkeit aktiv an Webveröffentlichungen mitzuwirken und mit anderen Nutzern zu interagieren.2 Enorm erfolgreich haben sich in diesem Zusammen- hang sog. soziale Netzwerke oder Online-Communities entwickelt. In Deutsch- land etwa sind 40 Millionen Bundesbürger Mitglieder in sozialen Netzwerken, was ¾ aller Internetnutzer entspricht.3 Mindestens 800 Millionen Nutzer loggen sich weltweit jeden Monat bei dem amerikanischen Anbieter Facebook ein.4 Diesen neuen Freiheiten, Ausdrucks- und Entwicklungsformen, welche der- artige Angebote bereithalten, stehen jedoch auch neue Gefahren gegenüber, wie dies technische Neuerungen so häufig mit sich bringen. Denn das Internet und die dort angebotenen Dienste begleiten uns, Smart- phones, Tablet-PCs und Notebooks sei Dank, überall hin. Dadurch lässt die All- gegenwärtigkeit elektronischer Datenverarbeitung über diese Geräte kaum einen Lebensbereich der Gesellschaft aus und begründet durch...

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