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Soziale Netzwerke im Internet – Eine Gefahr für das Persönlichkeitsrecht?

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Carlo Piltz

Soziale Netzwerke im Internet, wie z.B. Facebook, sind Teil des alltäglichen Lebens geworden. Die Arbeit widmet sich den persönlichkeits- und im Besonderen datenschutzrechtlichen Problemen und Gefahren, die bei der Nutzung solcher Dienste im Internet auftreten. Dies beginnt bereits bei der Findung des einschlägigen anwendbaren Rechts, setzt sich in der Übertragung von Nutzungsrechten an eingestellten Inhalten, der Problematik der datenschutzrechtlichen Verantwortlichkeit und etwa der rechtskonformen Erteilung einer Einwilligung durch die Nutzer fort. Dabei arbeitet die Untersuchung praxisnah mit den derzeit geltenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen populärer Anbieter sozialer Netzwerke und den dort angebotenen Funktionen für die Nutzer.

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3 Aufbau und Funktionsweise der sozialen Netzwerke

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Bevor auf die rechtlichen Gefahren für das allgemeine Persönlichkeitsrecht in Rahmen von sozialen Netzwerken im Internet eingegangen werden kann, muss vorab die Ausgestaltung, die Funktionsweise und das Geschäftsmodell dieser Web 2.0 Angebote dargestellt werden. Nur so kann eine fundierte rechtliche Be- trachtung anschaulich und verständlich dargebracht werden. 3.1 Ausgestaltung Das Leben verlagert sich immer mehr in das Internet. Man kann dort nicht nur einkaufen, Zeitungen lesen, eine Restaurantkritik abgeben oder nach Jobangebo- ten suchen. Auch das soziale Miteinander, der Kontakt zur Familie und Freun- den, wird mehr und mehr über den Datenhighway vollzogen. Eine der populärs- ten Methoden, sich im Internet mit Personen zu unterhalten und in Kontakt zu bleiben, stellen dabei die sog. sozialen Netzwerken wie etwa Facebook,72 GooglePlus,73 meinVZ74 oder XING75 dar.76 Wie im wahren Leben, können dort Freundschaften begonnen und beendet werden, man kann sich mit Freunden austauschen, Fotos präsentieren, Links zu Webseiten bereitstellen, seine Mei- nung zu einem Thema kundtun oder nur verfolgen, was im eigenen „Online- Bekanntenkreis“ geschieht. Dabei können sich Nutzer ein paralleles virtuelles Leben mit reinen „Facebook-Freunden“ aufbauen77 und Gleichgesinnte können sich altersunabhängig austauschen.78 Die Nutzung sozialer Netzwerke mündet nicht nur in einer idealisierten Online-Darstellung von sich selbst. Viele Profile dienen laut einer Studie stattdessen tatsächlich dazu, die eigene Persönlichkeit 72 Www.facebook.de. 73 Www.plus.google.com. 74 Www.meinvz.net. 75 Www.xing.de. 76 80% der 14-19 Jährigen und 66% der 20-29 Jährigen nutzen Communities zur Kom- munikation, Busemann/Gscheidle, Web 2.0:...

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