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Die Koalitionsbetätigungsfreiheit im gewandelten Kontext

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Marc Rosenau

Die Rechtsprechung hat aus Art. 9 Abs. 3 GG die Koalitionsbetätigungsfreiheit entwickelt, deren Schutzbereich im Laufe der Zeit stetig fortentwickelt wurde. Nun soll jede koalitionsspezifische Verhaltensweise grundrechtlichen Schutz genießen. Diese Rechtsprechung hat zu einer Ausweitung der Koalitionsbetätigungsfreiheit auf den Ebenen des Schutzbereichs und der verfassungsrechtlichen Rechtfertigung geführt. Die Arbeit zeigt auf, dass die Koalitionsbetätigungsfreiheit tatsächlich aber nicht grenzenlos geschützt und eine Rückbesinnung auf Gründe und Grenzen der Koalitionsfreiheit und der richterlichen Rechtsfortbildung erforderlich ist. Schwerpunktmäßig wird dies am Beispiel des Arbeitskampfrechts untersucht, denn hier treten die grundrechtsdogmatischen Friktionen der Rechtsprechung offen zutage.

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Inhaltsverzeichnis

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1. Teil: Einleitung ........................................................................................... 17 § 1 Rechtliche Grundlagen der Koalitionsbetätigung .................................... 17 § 2 Diskrepanz zwischen tatsächlicher Bedeutung und rechtlicher Erfassung ............................................................................... 19 § 3 Rechtsvergleichender Blick auf die Koalitionsbetätigungsfreiheit .......... 21 § 4 Ziel der Untersuchung .............................................................................. 22 2. Teil: Art. 9 Abs. 3 GG als Grundlage der Koalitionsbetätigungsfreiheit .. 25 § 1 Der Koalitionsbegriff ............................................................................... 25 A) Die Koalition als Vereinigung ................................................................... 25 I. Freiwilliger Zusammenschluss mehrerer Personen zu gemeinsamem Zweck ...................................................................... 25 II. Zeitliche und organisatorische Stabilität ............................................. 26 B) Die spezifischen Anforderungen an eine Koalition i. S. d. Art. 9 Abs. 3 GG ............................................................................. 28 I. Koalitionszweck ................................................................................... 28 II. Organisation der Koalition .................................................................. 29 III. Kampfbereitschaft und Koalitionsmächtigkeit .................................... 31 IV. Die Koalition als Verein ...................................................................... 33 C) Der Koalitionsbegriff im Rahmen der Tarifautonomie ............................ 33 I. Die Anforderungen an die Tariffähigkeit im Spannungsfeld zwischen Grundrechtseingriff und Grundrechtsausgestaltung ........... 33 II. Die Anforderungen an die Tariffähigkeit im Einzelnen ...................... 36 1. Die Tarifwilligkeit .......................................................................... 36 2. Die Koalitionsmächtigkeit .............................................................. 39 3. Organisatorische Leistungsfähigkeit .............................................. 41 D) Ergebnis ..................................................................................................... 42 § 2 Die Koalitionsbetätigungsfreiheit ............................................................ 43 A) Die geschichtliche Entwicklung bis zur Anerkennung eines Koalitionsrechts ............................................................................... 43 B) Die verfassungsrechtliche Anerkennung der Koalitionsfreiheit ................ 45 I. Die verfassungsrechtliche Sicherung der Koalitionsfreiheit durch die Weimarer Reichsverfassung ................................................ 45 II. Die Koalitionsfreiheit unter Geltung des Grundgesetzes .................... 46 8 Inhaltsverzeichnis 1. Der unstreitige Schutzbereich von Art. 9 Abs. 3 S. 1 GG .............. 47 2. Die interne Betätigungsfreiheit der Koalition als Schutzgut des Art. 9 Abs. 3 GG ...................................................................... 47 3. Die externe Koalitionsbetätigungsfreiheit ...................................... 50 a) Das entstehungsgeschichtliche Argument ................................. 52 b) Die Argumente zum eigenständigen Schutzgehalt des Art....

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