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Akten des XII. Internationalen Germanistenkongresses Warschau 2010- Vielheit und Einheit der Germanistik weltweit

Deutsche Morphologie im Kontrast- Beschreibende deutsche Grammatik- Synthetische Grammatik des Deutschen als einzelsprachliche Grammatik auf universeller Basis- Corpusdaten und grammatische Regeln- Sprachkonzepte und Grammatikmodelle im DaFiA-

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Edited By Franciszek Grucza, Peter Colliander, Józef Darski, Kennosuke Ezawa, Stefan J. Schierholz and Horst J. Simon

Der Band enthält die Beiträge von fünf Sektionen des Warschauer IVG-Kongresses. Das Ziel der Vorträge der Sektion Deutsche Morphologie im Kontrast (betreut und bearbeitet von Horst J. Simon, Hans-Olav Enger, Andrzej Kątny) ist, die Spezifik der Morphologie des Deutschen auf der Folie anderer Sprachen erkennbar zu machen. Die vielfältigen methodischen Herangehensweisen zeugen von einem grundlegenden Verständnis theoretischer Zusammenhänge bis hin zu strikt anwendungsorientierter didaktisierbarer Verwendbarkeit im Deutsch-als-Fremdsprache-Kontext. Die Vorträge der Sektion Beschreibende deutsche Grammatik (betreut und bearbeitet von Józef Paweł Darski, John Ole Askedal, Peter Eisenberg, Akio Ogawa, Irina Schipowa) sind hauptsächlich der Grammatikographie und verschiedenen damit verbundenen theoretischen Problemstellungen (u.a. begriffliche Bestimmung der «Regel» und des «Widerspruchs», Konsistenz, Inkonsistenz und Parakonsistenz) gewidmet. Die Vorträge in der Sektion Synthetische Grammatik des Deutschen als einzelsprachliche Grammatik auf universeller Basis (betreut und bearbeitet von Kennosuke Ezawa) leisten einen Beitrag zu dem Konzept der synthetischen Grammatik als «Grammatik des Sprechens», in der Nachfolge der Untersuchungen und Begriffsbildungen von Tsugio Sekiguchi mit dem Ziel, dieses Grammatikkonzept in ausgewählten Teilbereichen empirisch zu prüfen und dessen Ergiebigkeit unter Beweis zu stellen. Die Vorträge der Sektion Corpusdaten und grammatische Regeln (betreut und bearbeitet von Stefan J. Schierholz, Jarochna Dąbrowska-Burkhardt, Klaus Fischer) sind der Benutzung von Sprachdaten aus großen Textcorpora für die Grammatikforschung gewidmet und stellen Methoden und Praktiken auf den Prüfstand. In den einzelnen Beiträgen befassen sich die Autoren mit Fragen zur Adjektivvalenz, zum Corpusdesign, zum kontrastiven Vergleich Deutsch-Englisch sowie zum Konjunktiv im Deutschen. Die Beiträge in der Sektion Sprachkonzepte und Grammatikmodelle im DaFiA-Unterricht (betreut und bearbeitet von Peter Colliander, Rolf Annas, Christian Fandrych) befassen sich mit Kernthemen des Grammatikunterrichts im Rahmen des DaFiA (Deutsch als Fremdsprache im Ausland). Sie halten konkrete Lehr- und Lernerfahrungen in unterschiedlichen geographischen und kulturellen Kontexten fest, die dann schließlich zur Evaluierung von Sprachkonzepten und Grammatikmodellen nach dem Kriterium ihrer praktischen Umsetzung führen. Erwogen werden dabei die theoretischen Grundlagen einer transkulturellen Fremdsprachendidaktik und -pädagogik, die als Grundlage für Lehrwerke dienen kann.

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Sektion (8): Sprachkonzepte und Grammatikmodelle im DaFiA-Unterricht. Betreut und bearbeitet von Peter Colliander, Rolf Annas und Christian Fandrych

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Sektion (8) Sprachkonzepte und Grammatikmodelle im DaFiA-Unterricht Betreut und bearbeitet von Peter Colliander, Rolf Annas und Christian Fandrych Einleitung PETER COLLIANDER, ROLF ANNAS, CHRISTIAN FANDRYCH Die Sektion bietet Teilnehmenden die Möglichkeit, sich mit den Vor- und Nachteilen einschlägiger Sprachkonzepte und Grammatikmodelle für den DaFiA-Unterricht auseinanderzusetzen, wobei die didaktische Umsetzung derselben im Mittelpunkt steht. Damit werden Überlegungen zu einem theo- riebewussten und linguistisch fundierten DaFiA-Unterricht angeregt. In seinem Beitrag zu den Schwierigkeiten südafrikanischer Deutschlerner untersucht Rolf Annas, wie in ausgewählten gängigen DaF-Lehrwerken die Grammatik integriert ist. Mit Afrikaans als Ausgangssprache geht er der Frage nach, ob die entsprechenden Ansätze und Modelle grammatische Strukturen adäquat vermitteln. Ausgehend von dem sich verändernden DaF- Profil in Südafrika untersucht Anne Baker, welche Rolle der positive Trans- fer der Nomenklassifizierung im Zulu in einem strukturalistischen Unter- richtsansatz spielen kann. Am Beispiel des Linguistikunterrichts an ägyptischen Hochschulen geht Randa Elsnashar der Frage nach, welche Barrieren dem Unterricht linguisti- scher anspruchsvoller Theorien in der Auslandsgermanistik im Wege stehen, und zeigt anhand einiger Überlegungen aus konkreten Unterrichtssituationen, wie sich diese Barrieren überwinden lassen. Klaus Geyer (Deutschland) untersucht semantische Effekte in der Syn- tax. Am Beispiel von „Psych“-Verben plädiert er für die Nützlichkeit, die inhaltliche Seite der Valenz als tertium comparationis eines instruktiven Sprachvergleichs in einem linguistisch fundierten Sprachunterricht zu be- trachten. Maria Grozeva (Bulgarien) befasst sich mit der Produktion und Rezep- tion wissenschaftlicher Vorträge und versucht jene Unterschiede ausfindig zu machen, die zu Missverst...

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