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Fragen der Phraseologie, Lexikologie und Syntax

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Edited By Hanna Biadun-Grabarek

In diesem Buch werden vorläufige Ergebnisse der Sprichwortforschung der Mitarbeiter des Lehrstuhls für Angewandte Linguistik und Translatorik der Universität Gdańsk präsentiert. Im Rahmen dieses Forschungsvorhabens werden syntaktische, semantische und pragmatische Aspekte erörtert. Im Zentrum der Analyse stehen deutsche Sprichwörter und Bauernregeln, die mit den polnischen Entsprechungen kontrastiert werden, wobei auch translatorische Probleme angeschnitten werden. Weiterhin enthalten ist ein Beitrag über Tiernamen als Komponenten der Bildlichkeit in Phraseologismen, sowie zwei Beiträge, die sich mit der Valenzforschung und dem Schicksal der DDR-spezifischen Lexik in den polnischen Lehrbüchern der deutschen Sprache aus der Zeit kurz nach der Wende befassen.

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Józef Grabarek (Gdansk): Deutsche und polnische Wetterregeln mit dem Monatsnamen Januar

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Deutsche und polnische Wetterregeln mit dem Monatsnamen Januar Józef Grabarek (Gdask) Bauernregeln umfassen in Form von Sprüchen gesammeltes Wissen über das Bauernleben und das Wetter. Aufgrund von langjährigen Beobachtungen wur- den von den Bauern gewisse Regelmäßigkeiten festgestellt und Regeln formu- liert, die jedoch keine absolut geltenden Normen sind. Mit der Bauernregel wer- den aufgrund von bestimmten Wetterlagen, Witterungsverhältnissen, Blitz, Donner und aufgrund vom Verhalten der Tiere und Pflanzen usw. Rückschlüsse auf zukünftige Ereignisse getroffen. Den größten Teil dieser Rückschlüsse bil- den die Wetter- und Ernteprognosen. Die Wetterregeln werden nicht von allen Forschern (vgl. auch die beiden ersten Beiträge in diesem Band) für Sprichwörter gehalten. Iwona Bartoszewicz (1994: 14) weist darauf hin, dass die Wetterregeln Zusammenhänge zwischen Wettererscheinungen erfassen und nur "eine wettervorhersagende Funktion" er- füllen. Im Gegensatz zu den Wetterregeln sind die Sprichwörter imstande, "meh- rere Funktionen in verschiedenen Kontexten auszuüben". Im Weiteren werden diejenigen Bauernregeln nicht berücksichtigt, die sich nicht oder nur teilweise auf das Wetter beziehen. Diese Regeln bilden das Übergangs- stadium zwischen den Wetterregeln und den Sprichwörtern im Sinne von Barto- szewicz. Lustige Bauernregeln und Verhaltensregeln erfüllen bestimmte Funktionen von Sprichwörtern (warnende, ansagende, moralisierende, didaktische usw. Funk- tion): Bevor die Sau ins Schlachthaus geht, versucht sie's rasch noch mit Diät! Blitzt und donnert es mit Schauern, kriecht das Vieh ins Bett zum Bauern! Der Hahn ist schlau und stellt sich dumm, beim Huhn da...

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